Nominiert für den ARD Online Award
Bagdad brennt
Eine junge Frau aus Bagdad schildert seit 2003 in ihrem Blog ihren Alltag, die Demütigungen und Schrecken des Irakkriegs seit der Invasion der "Befreier", geführt unter amerikanischer Flagge. Ein historischer Augenzeugenbericht in Hörspielform.
Mit dem Irak-Krieg ändert sich alles für eine junge Frau aus Bagdad. Er bringt Tod, Gewalt und Zerstörung in ihr Leben und wirft das Land um Jahrzehnte zurück.
Übers Internet schildert sie seit August 2003 unter einem Pseudonym ihre subjektive, unverfälschte Wahrnehmung dieser Situation, protokolliert den Alltag, seine Demütigungen, Schrecken und Zumutungen – eine Anne Frank des 21. Jahrhunderts.
Ein bemerkenswerter historischer Augenzeugenbericht, als Girlblog ins Netz gestellt, für die Bühne und als Hörspiel in eigenständiger Form erschlossen von John von Düffel.
HÖRBAR: "Bagdad brennt"

Sie war Computerspezialistin, vor dem Krieg, war anerkannt. Jetzt, nach dem Krieg, will sie wieder arbeiten, doch Frauen sind nicht mehr erwünscht.

Ihr Cousin, der Brückenbauer, könnte für 300000 Dollar die wichtige Brücke wieder aufbauen. Doch eine US-Firma bekommt den Auftrag, für 50 Millionen.

Ein romantischer Film. Die Siebenjährige, die nur Krieg kennt, versteht nicht, dass ein Candlelight-Dinner nichts mit einem Stromausfall zu tun hat.
Mitwirkende
Junge Frau: Katja Bürkle
Sprecher arabische Nachrichten: Haroun Sweis
Ton: Dietmar Roezel
Regie/Realisation: Ulrich Lampen
Schnitt: John Krol
Dramaturgie: Holger Rink
Assistenz: Janine Lüttmann
Eine Produktion von Radio Bremen
Dauer: 74'07''
Hinweis: Dieses Hörspiel stand zum Nachhören zu Verfügung - aus rechtlichen Gründen befristet bis zum 9. November.
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Danke für die Verlängerung, da hätte ich andernfalls viel verpasst.

Stand: 21.10.2009
John von Düffel, geboren 1966 in Göttingen, studierte Philosophie und Volkswirtschaft und promovierte 1989 über Erkenntnistheorie. Seit 1991 arbeitet er als Dramaturg an verschiedenen Theatern, zur Zeit am Thalia Theater Hamburg. John von Düffel ist Autor zahlreicher Theaterstücke, Bearbeitungen, Prosa (zuletzt "Beste Jahre", 2007), Essays und Hörspiele. Er gewann mehrere Preise, darunter den Nicolas-Born-Preis 2006 für deutschsprachige Gegenwartsliteratur.
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