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Beginn des Inhaltes

Nominiert für den ARD Online Award

Nacht der Wünsche

In einer besonderen Nacht gibt der Himmel eine einmalige Vorstellung: Ein Jahrhundertregen von Sternschnuppen geht nieder. Jeder darf seine Wünsche ins Universum schicken. Diese Nacht verbringt Ludwig mit Frenzzi, der Schauspielerin.

Am Anfang steht ein Traum. Ludwig, Autor und Maler, versucht, den Traum auf Leinwand zu bannen. Während er malt, erinnert er sich. An den Traum? Oder an die Wirklichkeit? An eine besondere Nacht jedenfalls, in der der Himmel eine einmalige Vorstellung gab, eine Art kosmischer Performance, einen Jahrhundertregen von Sternschnuppen. Jeder darf seine Wünsche aussprechen und ins Universum schicken. Diese Nacht verbringt Ludwig mit Frenzzi, der Schauspielerin. Sie wünscht sich ein Kind von ihm. Für einen ekstatischen Augenblick lang wird ihr Traum Wirklichkeit, bevor er endgültig zerbricht.

Sternschnuppen Foto: picture-alliance/dpa

Die Wirklichkeit, die zum Traum, der Traum, der zur Wirklichkeit wird, die Wahrheit, die zur Fiktion, die Fiktion, die zur Wahrheit wird - von diesen Transformationsprozessen erzählt krok & petschinka in poetischen Bildern. Im Verbund mit Wolfgang Mitterers nahezu hypnotischer Musik entsteht so ein nächtliches Traumspiel, ein notturno, das geheimnisvoll zwischen den unterschiedlichen Welten oszilliert.



HÖRBAR: "Nacht der Wünsche"

Hörprobe

Im Sternschnuppenregen, mit Haschkeksen im Bauch haben Frenzzi und Ludwig Wünsche, die es nur hier und jetzt gibt. Oder waren sie schon immer da?

Im Roman schreibt Ludwig von der Scham am Grab der Freundin. Er hatte nicht den Mut, ihr Qualen zu ersparen. In der Realität hat er diese Chance noch.

Die letzten Minuten. Vor Jahrzehnten haben sich die Freunde zerstritten, wegen Sartre. Nun ist das unwichtig, wie auch alle anderen bösen Erinnerungen.


Mitwirkende

Frenzzi: Birgit Minichmayr
Ludwig: André Jung
Die alte Frau: Gudrun Ritter

Komposition: Wolfgang Mitterer
technische Realisation: Katharina Böhm und Herta Werner Tschaschl.
Regie: krok & petschinka
Regieassistenz: Elisabeth Putz
Redaktion: Susanne Hoffmann

Eine Produktion des Norddeutschen Rundfunks

Dauer: 45'06''


Hinweis: Dieses Hörspiel war zum Nachhören freigegeben - aus rechtlichen Gründen befristet bis zum 9. November.

 

Vielen Dank für Ihre Kommentare!

Viele Internet-Nutzer haben uns ihre Meinung zu: "Nacht der Wünsche" geschrieben. Die Kommentar-Möglichkeit ist inzwischen beendet.

Markus Eins | 08.11.2009 | 19.03 Uhr
Sehr ärgerlich, dass das Stück nicht als normaler Download zur Verfügung steht, um es auch in Ruhe im Wohnzimmer etc. hören zu können.

Vor Ort in Karlsruhe konnte man dennoch die hervorragende Klangqualität des Stücks bewundern, die Sprecher sind gut besetzt, die minimalistische Musik unterstützt die packende Geschichte. Das Wünschethema passt letztendlich aber nicht sooo gut zum Thema Sterbehilfe. 9 von 10 Punkten.
Hansl | 07.11.2009 | 12.51 Uhr
Ein schönes Spiel mit den Erzählebenen. Die Musik dazu saugt einen richtig weg. Allerdings wird's auch hie und da etwas gezwungen künstlerisch. Siehe die diversen Fick-Wünsche oder Sätze wie "Sie bot mir Marihuana an." Das sagt doch keiner. Trotzdem für mich ein Favorit.
Herbert Jeckl | 07.11.2009 | 10.52 Uhr
Möchte meine Stimme für die Nacht der Wünsche abgeben

Stand: 21.10.2009

Der Autor
Petschinka Foto: Petschinka


krok & petschinka. Der Maler, Schriftsteller und Regisseur wurde 1953 geboren und lebt in Wien. Das Hörspiel "krok" (gemeinsam verfasst mit Helmuth Moeszmer) wurde 1995 mit dem Prix Futura geehrt. Für "Rafael Sanchez erzählt: Spiel mir das Lied vom Tod" erhielt er 1999, zusammen mit Rafael Sanchez, den Hörspielpreis der Kriegsblinden und den Premio Ondas. Sein Stück "Santo Subito" wurde 2007 mit dem Prix Europa und 2008 mit dem Prix Italia ausgezeichnet. 2009 wurde ihm der Günter Eich Preis verliehen.