Nominiert für "Premiere im Netz"
Marek, Damaskus
Das Hörspiel erzählt die Geschichte des erfolglosen Klangkünstlers Marek. Der Protagonist befindet sich in einer komplizierten biografischen Lage, der er sich nicht gewachsen fühlt.
Während Marek an der Vertonung jener Passage der Apostelgeschichte arbeitet, die von der lebensumstürzenden Blendung und Bekehrung des Apostels Paulus berichtet, verliert er sich im privaten Leben in einer starren Handlungsunfähigkeit.
Beide Erzählungen, die fiktive Biografie Mareks und die darin -als Fiktion in der Fiktion- eingewobene künstlerische Bearbeitung der Pauluslegende, erhellen sich gegenseitig und lassen Rückschlüsse auf Mareks Innenleben zu. Die einzelnen narrativen Fragmente ergänzen sich so zum Bild eines Lebenskonflikts, der sich als moderne Spiegelung der biblischen Erzählung entpuppt.

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Das Hörspiel ist angelehnt an die Installation "Marek" von Korbinian Jaud, die im Rahmen der Ausstellung "der große P", anlässlich des Paulus Jahres (Kath. Akademie; München, Mai 2009) angefertigt wurde. Die einzelnen Fragmente der Soundinstallation wurden über- und umgearbeitet und in neue Zusammenhänge gebracht. So entstand im August 2009 das Hörspiel "Marek, Damaskus".
Die Hörspielmacher
Korbinian Jaud, geboren 1983
2004: Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Herman Pitz Bildhauerei/Multimedia
2005: Prof. Stefan Huber, zusätzliches Studium der Kunstpädagogik
2007: Arts Kulturförderpreis Traunstein
2007/08: Universität für Angewandte Kunst Wien / bei Prof. Erwin Wurm
2009: Fortsetzung des Studiums an der ADBK München
2004 bis 2009: Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
Rupert Jaud, geboren 1986
2003-06: Eigene Hörspiel,- Musikprojekte
2006 Abitur
2007: Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim Bayrischen Rundfunk
Die Mitwirkenden
Text: Korbinian Jaud
Produktion: Rupert Jaud
Regie: Korbinian Jaud / Rupert Jaud
Sprecher:
Marek: Andreas Knopp; Chef: Korbinian Jaud; Elektr.Stimme: Evelyn Herbein; Freundin: Kia Böck; Mutter: Vera Hollube; Michael: Korbinian Jaud; Stimmen "Damaskus": Computervoices ( Alex, Bruce, Victoria, Whisper, Raph...)
Länge: 14'43''
Hinweis: Alle Informationen zu Hörspiel und Produzenten stammen von den Autoren selbst.
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Die verschiedenen verwirrenden Strukturen lassen einen während des Hörens sehr genau nachempfinden, wie es ist, sich in so einem undurchsichtigen Netz zu befinden. Gleichzeitig erkennt man dann mehr und mehr Zusammenhänge, so, dass sich auch die Aufsicht der Situation ergibt.
Ich finde das dargestellte Problem interessant, weil ein Phänomen unserer Zeit sehr reell und klar beschreibend: Sich ständig in seinem Ich-Labyrinth zu verlaufen, weil die kalte verwirrende Pluralität des Außens einen immer wieder zurück stößt in ein warmes Ich-Gefängnis, in dem man, hält man sich gezwungermaßen länger drin auf, irr wird.
Großes Lob!

Stand: 01.10.2009
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