Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.

Das Logo von ARD.de

http://www.ard.de/-/id=674428/1mq4y5t/index.html

Banner Hörspieltage

Beginn des Inhaltes

Nominiert für den ARD Online Award

:: Die Legende vom Heiligen Trinker ::

Paris im Jahr 1934. Der heimatlose Trinker Andreas lebt unter den Brücken der Seine. Eines Tages gibt ihm ein Fremder 200 Francs. Eine wundersame Odyssee durch die Straßen von Paris beginnt, in deren Verlauf Andreas jeden Tag aufs Neue 200 Francs erhält. Ein zweisprachiges Hörspiel von Helmut Peschina nach dem Roman von Joseph Roth.

Weiße Kirche vor blauem Himmel. Foto: JupiterImages

Die zweisprachige Hörspielproduktion führt uns ins Paris von 1934. Hier, wo Joseph Roth als Emigrant in elender Lage lebte, entstand kurz vor seinem Tod die Erzählung vom heimatlosen Trinker Andreas aus Schlesien, dem unter den Brücken der Seine doch noch ein Wunder geschieht. Ein Fremder gibt ihm 200 Francs. Das Geld reicht für ein gutes Essen mit Wein, für eine Zeitung und sogar für einen Friseurbesuch am nächsten Morgen.

Und auch der nächste Tag scheint ein Glückstag für ihn zu sein: Andreas findet Arbeit und verdient 200 Francs. Nun wird er, wie versprochen, das Geld zurückgeben, pünktlich zur Heiligen Messe am Sonntag. Oder gleich nach dem nächsten Pernod in der Kneipe.



Paris ganz unten: Ein reicher Mann gibt Clochard Andreas 200 Francs. Andreas soll es in der Kapelle der Heiligen Therese zurückzahlen.

Karoline - ihretwegen ist Andreas in der Gosse gelandet! Ein leidenschaftliches Wiedersehen - doch dieses schale Gefühl beim Aufwachen … er flüchtet.

Wie schön das Mädchen von Nr. 87 ist! Andreas ist mal wieder glücklich zu Geld gekommen, kann das Zimmer zumindest bezahlen, bis sie wieder abreisen muss.


Die Mitwirkenden

Erzähler deutsche Fassung: Martin Engler
Erzähler französische Fassung: 
L’étranger/Der Fremde: Philippe Magnan
Andreas: Tony de Maeyer
Le gros/der Dicke: Christian Pelissier
La maitresse de maison/die Hausfrau: Amélie Jallier
Karoline: Jule Böwe
Le garçon et le Monsieur du tabac: George Claisse
Thérèse: Camille Garcia
Le policier/Polizist: Olivier Perrier
Kanjak: Peter Davor
La jolie fille/das schöne Mädchen: Karin Adrover
Woitech: Michael Rotschopf

Ton und Technik: Jean Szymzak/Thorsten Weigelt
Regie: Marguerite Gateau
Bearbeitung: Helmut Peschina
Regieassistenz: Jakob Diehl/Nicole Köstler
Cello: Jörn LazarusGeräusche/Bruiteuse: Sophie Bissantz
Übersetzung ins Französische: Cécile Wajsbrot
Produktion: Deutschlandradio Kultur/SR/France Culture 2007

Länge: 57'57''

 

Vielen Dank für Ihre Kommentare!

Viele Internet-Nutzer haben uns ihre Meinung zur Frage: "Was denken Sie über dieses Hörspiel?" geschrieben. Die Kommentar-Möglichkeit ist inzwischen beendet.

Klaus Harth | 11.11.2007 | 14.24 Uhr
Ich habe das Stüc gestern in Karlsruhe vor Ort im 5.1 Verfahren gehört. Das Experiment mit der Zweisprachigkeit fand ich durchaus gelungen und interessant. Den Einsatz des 5.1 Verfahrens allerdings enttäuschend. Man muss sich wirklich fragen, ob dies der geeignete Text für solche Möglichkeiten ist. Und auch, ob hier nicht vieles einfach nur deswegen inszeniert ist, weil es dann in 5.1. gut klingt, sprich, die Effekte wichtiger sind als der Inhalt. Müsste man - gerade bei neuen technischen Möglichkeiten - nicht überlegen, wie man diese auch auf neue und innovative Art einsetzen kann? Schade eigentlich, da ist viel Potential verschenkt worden, um des eindrucksvollen Klanges willen.
Kai D. | 10.11.2007 | 13.49 Uhr
Leider sind die franz.Dialoge u Monologe bisweilen so langatmig,dass man sofort ausschalten mag, die Geschichte als solches wäre ohne oben genanntes bestimmt interessanter !
Daniel | 07.11.2007 | 20.04 Uhr
Die Erzählung von Joseph Roth ist im Original dermaßen stringent, dass sie eigentlich nur einen Erzähler braucht. Diese Hörspieladaption verliert sich in Effekten und verliert so den Fluss. Der Wechsel zwischen Französisch und Deutsch wirkt bemüht und funktioniert nicht. Fazit: Eine misslungene Hörspielumsetzung einer wunderbaren Erzählung.

Stand: 24.10.2007

Joseph Roth. Quelle: DLR

Der Autor
Joseph Roth (1894-1939) war Journalist, ab 1923 schrieb er Romane und Erzählungen (1930 "Hiob", 1932 "Radetzkymarsch"). 1933 emigrierte er von Berlin nach Wien, später nach Frankreich. Verzweifelt über den Zustand Europas starb er in einem Pariser Armenhospital an den Folgen seiner Trinksucht.