Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.

Das Logo von ARD.de

http://www.ard.de/-/id=674572/m4w2hp/index.html

Banner Hörspieltage

Beginn des Inhaltes

Nominiert für den ARD Online Award

:: Dieses Kind ::

Eine junge Alleinerziehende will ihr Baby fremden Nachbarn schenken, ein 10-jähriges Scheidungskind siezt seinen Vater, eine Frau soll ihren vermeintlichen toten Sohn identifizieren. Ein Mosaik aus kurzen Szenen über die einzigartige Beziehung zwischen Eltern und Kind.

Die Kinder in Joël Pommerats Hörspiel haben keinen Namen, aber dafür manchmal selbst schon Kinder. Ein facettenreiches, überraschendes Mosaik aus kurzen Szenen fügt Pommerat zusammen, ihr Dreh- und Angelpunkt: die einzigartige Beziehung zwischen Eltern und Kind.

Kind mit Teddybär. Quelle: Colourbox

Sprachlich präzise, doch niemals naturalistisch sind die Dialoge seiner Personen, wenn wir ihnen in Schlüsselsituationen begegnen: Die junge Alleinerziehende, die ihren Säugling fremden Nachbarn schenken will.

Der Tote könnte einer ihrer Söhne sein

Das 10-jährige Scheidungskind, das seinen Vater plötzlich siezt. Der Vater, den die Arbeit körperlich zerstört hat und der seinem Sohn trotzdem dasselbe Leben vorschreiben will. Zwei Freundinnen sollen die Leiche eines jungen Mannes identifizieren: Es könnte einer ihrer Söhne sein.



Seine Tochter ist gewachsen seit dem letzten Mal. Doch warum sagt sie plötzlich "Sie" zu ihm? Zu ihrem eigenen Vater? Und warum will sie weg?

Die Nachbarn, ja, die sehen aus wie richtige, gute Eltern - obwohl sie keine Kinder haben. Aber sie weiß, dass ihr Kind bei den beiden glücklich wird.

Ihre Freundin kommt mit ins Leichenschauhaus. Ist das da unter dem Tuch etwa ihr Sohn? Das kann nicht sein, der ist doch mit Freunden zelten!


Die Mitwirkenden

Mann 1: Florian von Manteuffel
Mann 2: Hans Diehl
Frau 1: Maja Schöne
Frau 2: Judith Engel
Frau 3: Donata Höffer
Kind (Sohn): Jascha Stiller
Kind (Tochter): Lea Kübler

Übersetzung aus dem Französischen: Bettina Arlt
Dramaturgie: Anette Kührmeyer
Aufnahmeleitung/Regie: Christiane Ohaus
Regie-Assistenz: Henrike Fuder
Originalkomposition und musikalische Ausführung von Michael Riessler (Saxofon)

Länge: 68'30''

Produktion: SR/RB 2006

 

Vielen Dank für Ihre Kommentare!

Viele Internet-Nutzer haben uns ihre Meinung zur Frage: "Was denken Sie über dieses Hörspiel?" geschrieben. Die Kommentar-Möglichkeit ist inzwischen beendet.

Bärbel Mentschel | 10.11.2007 | 11.04 Uhr
Die Dialoge gehen unter die Haut, und sie regen sehr zum Nachdenken an.
toter vogel | 05.11.2007 | 08.20 Uhr
man hört dem hörspiel nur allzu sehr an, dass es auf einem frz. originaltext beruht, an den gewöhnungsbedürftig (weil allzu) wortreichen dialogen, aber auch an formulierungen wie "(...), weißt du?". irritierend auch, dass der durchaus erwachsen klingende sohn, der zu beginn den invaliden vater anherrscht, sich plötzlich als 15jähriger entpuppt. oder der schulpflichtige junge, den ich auf vielleicht 12 oder 13 geschätzt habe, erst zehn jahre sein soll, seiner mutter aber, als diese andeutungen macht, ein "was soll das denn heißen?" entgegnet. scheint mir alles nicht ganz stimmig. in guten momenten bedrückend, in weniger guten (zu langen) szenen eher nervig. insgesamt eher nicht überzeugend.
Hellmuth | 03.11.2007 | 10.01 Uhr
Naja… das haben wir doch alles schon mal gehört… das haben wir vor allem doch alles schon mal besser gehört… schön brav, ein paar kleine Musikbrücken zwischen die Szenen… die Schauspieler mal mehr, öfter weniger in der Szene… das dramaturgische Prinzip leicht durchschaubar und ohne Überraschung… einer sentimentaler Allerwelts-Theatertext… und leider als Kammerspiel nicht weit genug ausgelotet…

Stand: 24.10.2007

Joël Pommerat. Foto: Yannick Butel

Der Autor
Joël Pommerat, 1963 geboren, französischer Theater- und Kurzfilmautor und Regisseur. 1990 gründete er die Theaterkompanie "Louis Brouillard", mit der er seine bisher 17 Stücke als Regisseur zur Uraufführung brachte. Auf Deutsch liegen bisher vor: "Mit einer Hand" (2005) und "In der großen Welt" (2006). Sein Stück "Dieses Kind" ließ der SR (mit RB) 2006 übersetzen und als Hörspiel produzieren.