Sieger des ARD Online Awards 2007
:: Walk of Fame ::
Die Internet-Nutzer der ARD Hörspieltage 2007 haben entschieden: Die WDR-Produktion "Walk of Fame" ist Sieger des Online Awards. Knapp 42 Prozent der abgegebenen Stimmen fielen auf die WDR-Produktion, gefolgt von dem MDR-Stück "Betriebsbedingt gekündigt" und "Graffiti Hero" von Radio Bremen. Damit ist die von Leonhard Koppelmann und Ulrich Bassenge inszenierte B-Movie-Persiflage klarer Gewinner.
Pussy Stanton will nach oben, auf den "Walk of Fame", die legendäre Meile am Hollywood Boulevard, die mit den Namen großer Filmstars gepflastert ist.
"Walk of Fame" heißt auch Pussys erster Film, eine Persiflage auf die Produktion eines B-Movies und dessen erschwerte Drehbedingungen: Moskitos, Tsunamis, verschwundene Eingeweideeimer. Nackte Filipinas laufen durchs Bild, bei einem Zombie löst sich der Glibber und dann geschieht noch ein Mord auf dem Filmset von "Racheengel auf der Blutinsel".
Eine zarte Liebesgeschichte
Eine saftige Hommage an die allerschlechtesten Filme der 60er und 70er Jahre, an Bikerinnen-Movies, Insel-, Foltercamp- und Frauengefängnisfilme, an Sexploitation jeder Couleur sowie schwimmende Leichen. Und an die B-Filmköniginnen Mary Woronov und Candice Rialson. Aber auch eine zarte Liebesgeschichte zwischen Pussy und Paul, dem Drehbuchautor. Und der Beweis, dass aus einem dünnen Film ein fettes Hörspiel werden kann. Das Hörspiel entstand Monate vor der Veröffentlichung des Tarantino-Streifens "Death Proof". Das akustische Film-im-Film-Geschehen wird kommentiert von den Splatter-Impresarios und Kinospezialisten Jörg Buttgereit und Thilo Gosejohann.

Während sich die Darstellerinnen auf Schießen und "nackig" sein vorbereiten, erinnern sich die Experten an ihre ersten B-Movie. Mit Gangbang!

Die Dreharbeiten zum B-Movie in vollem Gang: das Auto schleudert auf die noch nicht ganz fertig gestellte Brücke zu. Der Regisseur hat andere Sorgen.

Kein anständiger B-Movie ohne zwei wesentliche Zutaten: Maschinengewehre, möglichst riesig - und Brüste. Notfalls auch die von Schwarzenegger.
Die Mitwirkenden
Pussy Stanton: Tanja Schleiff
Mary Satána: Edda Fischer
Stacy Love: Winnie Böwe
Ida Gomez: Valerie Koch
Teddie Romero (Regie): Engelbert von Nordhausen
John Miller (Assistenz): Norman Matt
Paul Sherman (Autor): Andreas Pietschmann
Zombies nackte Filipinas: Alexander Geringas und Juan Carlos Lopez
OFF-Sprecher: Rainer Schmitt
Harvey W. (Produzent): Tommi Piper
Kommentatoren: Thilo Gosejohann und Jörg Buttgereit
Ton: Jürgen Glosemeyer
Schnitt: Barbara Göbel
Komposition: Ulrich Bassenge
Regie und Realisation: Leonhard Koppelmann
Regieassistenz: Nadja Reipschläger
Produktion: WDR 2007
Länge: 52'38''
Vielen Dank für Ihre Kommentare!
Viele Internet-Nutzer haben uns ihre Meinung zur Frage: "Was denken Sie über dieses Hörspiel?" geschrieben. Die Kommentar-Möglichkeit ist inzwischen beendet.






Stand: 10.11.2007
Der Autor
Ulrich Bassenge, geboren am 29. Januar 1956 in München, ist Hörspielmacher, Komponist, Musiker, Autor und Regisseur. Er spielt Resonator-Gitarre, Kontrabass, E-Bass und Orgel in diversen Bands (u.a. Sparifankal, Embryo und die Mundart-Band Wuide Wachl). Filmmusiken schrieb er u.a. für "Die Macht der Bilder - Leni Riefenstahl", "Living Buddha" und "Spaltprozesse".
