Tipps von ARD.de-Twitter-Profis!

Twitter-Logo auf einem Smartphone. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Tipps von ARD.de-Twitter-Profis!

Stefan Frerichs

Twitter fasziniert! Der Kurznachrichtendienst bietet eine Reihe von besonderen Möglichkeiten, die man ruhig mal ausprobieren sollte. Hier einige Tipps und Tricks von ARD.de-Twitter-Profis!

Was soll ich in mein Twitterprofil schreiben? Was ist Follower Power? Wie binde ich Bilder und Videos optimal in Tweets ein? Wie funktioniert die Twittersuche? Wie nutze ich Listen am besten? Twitter-Profis von ARD.de geben ihre persönlichen Tipps und Tricks zum praktischen Umgang mit dem Kurznachrichtendienst.

 

Björn Szostak (@Bjoernstar):

Die kurze Biografie und das Bild in einem Profil sind die erste Visitenkarte. Bei der Suche auf Twitter geben diese Informationen - neben interessanten Tweets - den Ausschlag, ob jemand Ihnen folgt oder eben nicht. Wie im richtigen Leben gilt: Ehrlich sein und nicht blenden. Interesse wecken und neugierig machen ist durchaus erlaubt.

Regionale Verbundenheit zu Stadt, Region und Lebensmittelpunkt sind erwünscht und schaffen Verbundenheit. Twittern Sie über Fußball, elektronische Gadgets oder Bildungspolitik? Sind Sie Parteianhänger oder ständig mit Ironie unterwegs? Rein damit.  Die Twitter-Biografie erklärt, wie Sie sich in diesem Medium zeigen und geben.

Eines noch: Oft findet man den Satz: "Hier nur privat". Oft aber vermischt sich im Netz Privates mit Beruflichem - auch ungewollt. Dieser Disclaimer kann helfen, kann aber Missverständnisse nicht komplett ausschließen.

 

Karola Kallweit (@karolakallweit):

Ohne Echo würden wir uns recht unwohl fühlen. Das gilt für unser reales Leben wie für unser digitales. Und hier zeigt sich das ganze Potential des Zwitschernetzwerks. Der Followerkreis auf Twitter besteht im Gegensatz zu Facebook weniger aus persönlichen Bekannten, als aus Menschen, denen die eigenen Tweets gefallen. Und dieser Fakt lässt sich nutzen. Das Twitter-Universum bietet die Möglichkeit, um Unterstützung für ein persönliches Anliegen zu bitten und zwar mittels der #FollowerPower.

Der Begriff sagt schon ziemlich genau, worum es geht: die Macht der Netzcommunity. Ein Beispiel: Ein Journalist recherchiert zu einem Thema und sucht noch Protagonisten für seine Geschichte. Nun kann er die Follower des eigenen Twitteraccounts und andere Twitterer um Unterstützung bitten. Das geht mithilfe dieses Hashtags via Retweets oder Verbreitung des Anliegens in anderen sozialen Netzwerken. Ein digitales schwarzes Brett mit großer Wirkung.

 

Thomas Laufersweiler (@laufersweiler):

Die Twittertimeline kann schnell unübersichtlich werden, wenn viele Twitterkanäle aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen abonniert werden. Hier helfen die Listen: Auf Twitter kann jeder Nutzer Listen erstellen mit ausgewählten Twitterkanälen. Wer zum Beispiel schnell zwischendurch nur die Tweets der eigenen Freunde sehen will, kann sich dafür eine Liste zusammenstellen. Einfach bei "Einstellungen" eine neue Liste erstellen. Danach den Twitterkanal eines Freundes aufrufen, auf das Einstellungssymbol (Zahnrad) klicken und den Freund für die Liste auswählen.

Es gibt öffentliche und private Listen: Ob andere Twitternutzer die Liste sehen dürfen oder nicht, kann man also selbst einstellen. Bei Twitterlisten spielt es übrigens keine Rolle, wer wem folgt. Es gibt sehr viele interessante, öffentliche Twitterlisten, die man abonnieren kann: Ich interessiere mich zum Beispiel für Astronauten und habe eine entsprechende Liste der NASA abonniert: https://twitter.com/NASA/lists/astronauts

 

Lydia Dartsch (@lydian_squirrel):

Leider gibt es auch bei Twitter Nutzer und Accounts, die man in seinem Feed nicht sehen möchte. Oder Nutzer, die einen mit Antwort-Tweets oder Direktnachrichten belästigen oder gar beleidigen. Wenn alles nichts hilft, kann man solche Kanäle verstummen lassen.

Dazu können Sie entweder den Tweet oder das ganze Profil bei Twitter melden. Auf dem Desktop fahren Sie dazu mit dem Cursor über die drei Punkte neben dem Tweet – beziehungsweise auf das Rädchen neben dem "Follow"-Button auf der Profilseite. Danach wählen Sie im Drop-Down-Menü "Melden" aus. Im selben Menü können Sie den nervenden Account auch stumm schalten und blockieren.

Stellen Sie ein Profil stumm, sieht derjenige dahinter weiterhin Ihre Tweets, Ihr Profil – und umgekehrt. Nur erhalten Sie keine Benachrichtigung mehr darüber. Beim Blockieren wird dem blockierten Nutzer nichts mehr von Ihnen angezeigt und er kann Ihnen keine Nachrichten mehr schreiben. Blockierte Nutzer können Sie aber weiterhin erwähnen. Darüber erhalten Sie keine Benachrichtigung.

 

Michael Gabler (@MichaausKlleber):

Ohne Suchfunktion geht bei der Recherche im Netz gar nichts. Das gilt auch für Twitter - erst recht, seit dem der Kurznachrichtendienst sein gesamtes Archiv zugänglich gemacht hat. Der erste Schritt zum optimalen Suchergebnis erfolgt über ein herkömmliches Eingabefeld. In der Folge werden die Treffer sortiert nach populären (Top) oder neuesten Tweets (All) angezeigt.

Wem diese Resultate zu oberflächlich sind, der kann das Suchergebnis über die erweiterte Suche präzisieren und das soziale Netzwerk z.B. nach Wortkombinationen, Hashtags oder innerhalb eines Zeitintervalls durchstöbern. Angemeldeten Nutzern bietet sich außerdem die Möglichkeit, bis zu 25 Suchbegriffe zu speichern, welche über eine Dropdown-Liste im Suchfeld erneut aufgerufen werden können.

Über die Twitter-App ist die erweiterte Suche bisher nur in eingeschränkter Form nutzbar. Für eine gezielte "Recherche to go" lohnt sich die Nutzung eines kostenlosen Twitter-Analyse-Dienstes wie zum Beispiel Topsy.

 

Martin Walter (@nosmutamur):

Auch bei Twitter gilt: Ein Bild sagt oft mehr als 140 Zeichen. Das Einbinden eines Fotos oder einer Grafik "kostet" inzwischen keine der wertvollen Zeichen mehr, die Mindestmaße betragen 440 x 220 Pixel. Protipp: Wer viel zu erzählen hat, kann bis zu vier Bilder pro Tweet einbinden, ohne dass Platz verloren geht. Beachten sollte man die maximale Größe von 5 MB pro Bild.

Videos können ebenfalls direkt von der App aus aufgenommen, bearbeitet und gepostet werden, ihre Länge ist auf 30 Sekunden beschränkt. Noch knapper macht es die Video-App Vine, deren sechs-Sekunden-Clips in Dauerschleife abgespielt werden. Unbegrenztes Bewegtbild in Echtzeit bieten die Dienste Periscope und Meerkat, mit denen seit einiger Zeit Liveübertragungen auf Twitter möglich sind.

Stand: Tue Sep 20 00:00:00 CEST 2016 Uhr

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