Mischprogramm

Mischprogramm

Bezeichnung für die in der deutschen Tradition »klassische« Konzeption von Hörfunkprogrammen, die in den 20er Jahren entstand, als jede regionale Sendegesellschaft für ihre Angebote nur jeweils ein Programm zur Verfügung hatte, in das jeweils Sendungen aller entstehenden Programmsparten und -formen hineingepackt werden mussten.

Bis zur Ausdifferenzierung in mehrere Programme in den 50er und 60er Jahren waren Mischprogramme die dominante Angebotsform, die lange Zeit zumindest rudimentär noch in den jeweils ersten Programmen der Landesrundfunkanstalten erhalten blieb. Im Fernsehen sind die so genannten Vollprogramme heute immer noch als Mischprogramme konzipiert.

Typisch für die Grundkonzeption waren die inhaltliche und formale Bandbreite vom Kinderfunk bis zur abendfüllenden Oper, von der Servicemeldung bis zum Hörspiel, von Nachrichten bis zu längeren Vorträgen, Gesprächen oder Reportagen, die klare Abgrenzung der Sendungen gegeneinander (Kästchensystem), ihre Sortierung auf der Zeitachse entsprechend der vermuteten oder ermittelten Hörbereitschaft des Publikums sowie eine von Wochentag zu Wochentag oft regelmäßig wechselnde Belegung der Hauptsendeplätze am Abend, am Samstag beispielsweise mit »Bunten Abenden«.

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