Verkehrsfunk

Verkehrsfunk

Sammelbegriff für die Dienstleistungen, die Radioprogramme für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer erbringen, von Warnungen vor Staus und Falschfahrern bis zu speziellen Wetterberichten. Die Bedeutung dieses Serviceangebots ist seit Ende der 60er Jahre, als die Motorisierung in der Bundesrepublik rasch fortschritt, ständig gewachsen. Nachdem ARD-Pläne für eine bundesweite »Autofahrerwelle« scheiterten, ist der Verkehrsfunk zu einem wesentlichen Bestandteil der in den 70er Jahren gestarteten Musik- und Servicewellen geworden und wurde auch in andere Programme aufgenommen.

Heute besteht er zumeist aus regelmäßigen Meldungen, etwa im Anschluss an die Nachrichten, und zusätzlichen Einschüben ins laufende Programm bei »Gefahr im Verzug«. Einen bundesweiten Überblick über die Verkehrslage bietet der Deutschlandfunk.

Zur technischen Unterstützung des Verkehrsfunks wurden Verfahren wie die Autofahrer-Rundfunk-Information (ARI), das Radio Daten System (RDS) und Traffic Message Channel (TMC) entwickelt und von der ARD eingeführt. Von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen, von Kleve bis Frankfurt (Oder) sind fast 100 UKW-Sender mit nahezu 125 Frequenzen ständig für den Verkehrsfunk im Einsatz. Die Angaben zur Verkehrslage entspringen einer engen Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, namentlich der Polizei, den Automobilclubs, den Autofahrern selbst, sofern sie als Staumelder engagiert sind, sowie eigenen Recherchen, etwa Informationen, die während des Urlaubsverkehrs von den Rundfunkanstalten eingesetzte Hubschrauber oder Flugzeuge liefern.

Zur Verbesserung der Verkehrsinformationen und zur Betreuung der Staumelder kooperiert die ARD mit dem ADAC.

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