Filmförderung

Freiwillige, über die im Filmförderungsgesetz von 2010 festgelegte Filmabgabe hinaus erbrachte Leistung von ARD und ZDF zur Unterstützung des deutschen Films, seit 4. 11. 1974 in inzwischen zwölf, jeweils für mehrere Jahre geschlossenen Abkommen zwischen den Rundfunkanstalten einerseits und der Filmförderungsanstalt des Bundes andererseits geregelt, Basis für die Finanzierung von national und international ausgezeichneten Filmen.

Seit 1. 4. 2004 berechtigt der Rundfunkstaatsvertrag den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausdrücklich, »sich an Filmförderungen zu beteiligen« – im »Rahmen seines Programmauftrags und unter Berücksichtigung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit« »zur qualitativen und quantitativen Sicherung seiner Programmbeschaffung«.

Das derzeit gültige 11. Filmförderungsabkommen sieht vor, dass die ARD-Anstalten bis 2016 jährlich 9,3 Mio Euro für die Unterstützung von Kino- und Fernsehfilmen in Geld- und Sachleistungen aufbringen.

Die Filmförderung wird seitens der ARD von einem nebenamtlichen Koordinator in der Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen betreut.

Neben der überregionalen hat sich in den letzten Jahren in einigen Bundesländern eine regionale Filmförderung entwickelt. Daran sind in vielen Fällen Rundfunkanstalten beteiligt: so der BR am FilmFernsehFonds Bayern GmbH (FFF), der HR an der HessenFilm und Medien GmbH, der MDR an der Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM). Der NDR gibt Fördergelder in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und ist gemeinsam mit Radio Bremen an der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH, der RBB unterstützt die Filmförderung der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, der SWR beteiligt sich an der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und der WDR an der Film- und Medienstiftung NRW. Gemeinsam setzen damit die Landesrundfunkanstalten der ARD im Jahr rund 40 Millionen Euro für die regionalen Film- und Medienförderungseinrichtungen ein.

Darstellung: