IPTV

Internet Protocol TV (IPTV)

Zu Deutsch: Internet-Protokoll-Fernsehen, wird die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über Breitband-Netze genannt, die sich auf das im Internet eingesetzte Internet Protocol stützt. Dabei handelt sich entweder um gleichzeitig mit der Ausstrahlung über andere Wege anschaubare TV-Sendungen (Videostreaming) oder um jederzeit abrufbare Videodateien. Da selbst beim Videostreaming jeweils nur ein Programm zum Nutzer übertragen wird, die Sendungen also nicht wie beim herkömmlichen Fernsehen von einem Sender an beliebig viele Teilnehmer verbreitet werden, kennt diese Art von Fernsehen bei der Anzahl der Kanäle, die angeboten werden können, keine Beschränkung.

Nötig sind dafür leistungsfähige Netze, welche die erforderlichen hohen Datenraten bewältigen und die angestrebte technische Qualität garantieren. Das können sowohl Breitbandnetze sein, die an die bisherige Infrastruktur der Festnetztelefonie anknüpfen und Verfahren wie ADSL2 oder VDSL2 nutzen, als auch ohnehin zunächst für das Fernsehen aufgebaute Kabelnetze. Diese Netze sind »rückkanalfähig«, d.h. sie erlauben Rückmeldungen des Zuschauers und damit Interaktivität. Und sie ermöglichen die Zusammenführung von Telefonie, Internet-Nutzung und Fernsehen auf einer Plattform, das so genannte Triple-Play.

Seit 2006 gibt es in Deutschland die Möglichkeit, IPTV-Pakete über Telekommunikationsanbieter und Kabelnetzbetreiber zu ordern. Mittlerweile sind zahlreiche Fernseh- und Hörfunkprogramme der ARD in bester Qualität empfangbar. 2016 nutzten bereits 8,4 Prozent aller Fernsehhaushalte diesen Übertragungsweg, über den sie durchschnittlich 76 Programme erhielten (Stand: 2015).

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