Übertragungswagen (Ü-Wagen)

Übertragungswagen (Ü-Wagen)

Seit Ende der 20er Jahre entwickelte Spezialfahrzeuge des Rundfunks zur Aufzeichnung bzw. Übertragung von Hörfunkendungen und seit 1951 von Fernsehsendungen, die außerhalb des Funkhauses produziert werden. Diese »Studios auf Rädern« sind ein wesentliches Element der produktionstechnischen Infrastruktur der ARD.

Ihr Spektrum reicht von Reportage-Wagen in der Größe von PKWs oder Kleinlastern bis zu Fernseh-Übertragungswagen, die als Sattelschlepper 18 m lang sein und rund 30 t wiegen können. Den Einsatz der Fernseh-Übertragungswagen koordiniert für ARD und ZDF eine Zentrale Dispostelle beim WDR. Für die Verbindung zwischen Ü-Wagen und Funkhaus werden mobile Richtfunkanlagen (Window units) und seit 1992 auch in die Wagen integrierte Satellitenübertragungsanlagen eingesetzt.

Die Umstellung der Produktionstechnik bei den ARD-Anstalten auf digitale Verfahren (z.B. HDTV-Produktionen) bezieht auch die jüngste Generation von Ü-Wagen ein.

NDR-Übertragungswagen Ü1 mit Rüstwagen. | Bildquelle: NDR/Marcus Krüger

NDR-Übertragungswagen Ü1 mit Rüstwagen. Die beiden jeweils zwölf Meter langen Fahrzeuge bieten die volle technische Ausstattung für die Herstellung von komplexen HDTV-Produktionen.

NDR-Übertragungswagen Ü1 mit Rüstwagen. | Bildquelle: NDR/Marcus Krüger
NDR-Übertragungswagen Ü1 innen. | Bildquelle: NDR/Marcus Krüger
SWR »Elchbus«. | Bildquelle: SWR
MDR-Ü-Wagen im Ausland. | Bildquelle: MDR/Hilbich
Ü-Wagen, 1946. | Bildquelle: DRA/Troger
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