Ultrakurzwelle (UKW)

Ultrakurzwelle (UKW)

Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen, in Europa für den Rundfunk begrenzt auf 87,5 bis 108 MHz, seit Anfang der 30er Jahre in Deutschland genutzter, seit Beginn der 50er Jahre wichtigster Frequenzbereich für den Hörfunk mit erheblich besserer Übertragungsqualität als auf der zuvor hauptsächlich genutzten Mittelwelle, um so mehr als seit Ende der 60er Jahre die Sendernetze der ARD nach und nach auf Stereophonie umgestellt wurden.

Heute besitzen bzw. nutzen die Landesrundfunkanstalten in der Regel vier oder fünf (eigene) UKW-Netze. Die Erschließung des Frequenzbereichs zwischen 100 MHz und 108 MHz nach der Genfer Funkverwaltungskonferenz von 1984 war die wesentliche technische Voraussetzung dafür, dass die Bundesländer in der Folgezeit kommerzielle Hörfunkveranstalter zulassen und diesen UKW-Frequenzen zuweisen konnten. Da das UKW-Spektrum immer dichter belegt wird, verschlechtert sich die Empfangsqualität absehbar. Nicht zuletzt deshalb wird das in zahlreichen Pilotprojekten erprobte digitale Radiosystem Digital Audio Broadcasting (DAB+) inzwischen bundesweit im Regelbetrieb eingesetzt.

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