Kulturradios

Kulturradios

Wesentlicher Bestandteil des Radio-Portfolios der ARD. Die ARD-Kulturradios sind in dieser reinen Form konkurrenzlos und werden beinahe ausschließlich vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk in jedem Sendegebiet angeboten.

Vorbild für diesen Programmtyp, der sich im Hörfunk der Bundesrepublik Mitte bis Ende der 50er Jahre auszubilden begann, als die Rundfunkanstalten über zunächst zwei, dann drei UKW-Ketten verfügten, war das Third Programme der BBC. An diesem Vorbild orientierten sich die Rundfunkanstalten anfangs mit abendlichen Spezialangeboten (Nachtprogramm), später mit eigenständigen Wellen – »Drittes Programm« des NWDR ab 1955 –, bei den nordwestdeutschen Anstalten auf den jeweiligen dritten, im Süden der Bundesrepublik auf den zweiten Senderketten.

Zum reichhaltigen kulturellen Angebot gehören Hörspiele, Features, Kulturberichterstattung, Bildungsprogramme, Gespräche, Reportagen, Essays, Kritiken und Tipps sowie klassische Musik unterschiedlichster Art, von Alter bis zu Neuer, von Geistlicher bis zu Kammermusik, von Sinfonie, Oper und Operette bis hin zum Jazz. In den letzten Jahren öffneten sich die Kulturradios immer mehr für avancierte Formen der Klangkunst von Crossover bis hin zu Neuer Musik und auch für Welt- und anspruchsvolle Popmusik. Dazu kommen regelmäßige Nachrichtensendungen.

Die verschiedenen Kulturradios der Landesrundfunkanstalten unterscheiden sich teilweise erheblich in ihren Wort-/Musikanteilen. Mit BR-KLASSIK (1980) und MDR KLASSIK (2002) haben sich zwei spezielle E-Musikkanäle herausgebildet. Zu den Kulturradios der Landesrundfunkanstalten gehören Bayern 2, hr2-kultur, MDR KULTUR, NDR Kultur, Bremen Zwei, Kulturradio (RBB), SR2 Kulturradio, SWR2 und WDR 3. Bundesweites Kulturradio bietet seit 1994 Deutschlandfunk Kultur.

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