Hybrid broadcast broadband Television (HbbTV)

Hybrid broadcast broadband Television (HbbTV)

HbbTV-Logo. | Bildquelle: IRT

Europäischer Fernsehstandard, der Fernsehprogramme mit Mehrwertangeboten aus dem Internet verbindet. Seit Juni 2010 ist HbbTV offizieller Standard des Europäischen Instituts für Telekommunikationsnormen (ETSI). Möglich wird ein neuartiges, interaktives und nutzerfreundliches TV-Erlebnis, das die Stärken von Rundfunk- und Breitbandtechnik nahtlos miteinander kombiniert.

Der Zuschauer benötigt einen schnellen Internetzugang sowie entweder ein HbbTV-fähiges Endgerät oder einen zusätzlichen externen HbbTV-Decoder. Er kann dann per Fernbedienung auf unterschiedliche redaktionelle Zusatzdienste aus dem Internet zugreifen und erhält diese programmbezogenen Applikationen direkt auf seinem Fernsehbildschirm. 

Bei der Technik werden parallel zu den Rundfunksignalen über Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C) oder Terrestrik (DVB-T) zusätzliche Signale gesendet, die auf Empfängerseite als Internetadresse auslesbar sind. Über die Internet-Verbindung beim Zuschauer werden so bestimmte Daten abgerufen, die sich mittels der roten Farbtaste (Red-Button-Funktion) auf der Fernbedienung als HbbTV-Startleiste auf dem Fernsehbildschirm sichtbar schalten lassen.

Bei der ARD-Startleiste ergeben sich Zugriffsmöglichkeiten auf die TV-Editionen der Mediatheken, den ARD EPG, individualisierbare Videotexte mit ansprechenden Grafiken, Hörfunk-Angebote, Tatort-App, Tagesschau-Videos, Sport-Liveticker und vieles mehr.

2015 waren in Deutschland ca. 10 Millionen HbbTV-fähige Fernsehgeräte an das Internet angeschlossen.

Elektronischen Programmvorschau (EPG) für HbbTV. | Bildquelle: RBB / ARD Digital

Elektronischen Programmvorschau (EPG) für HbbTV. 

Elektronischen Programmvorschau (EPG) für HbbTV. | Bildquelle: RBB / ARD Digital
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