Satelliten

Satelliten

Künstliche Raumflugkörper, von denen für den Rundfunk vor allem Fernmeldesatelliten und für den Direktempfang konzipierte Rundfunksatelliten von Bedeutung sind.

Satelliten werden seit Anfang der 60er Jahre in zunehmendem Maße für den internationalen Programmaustausch genutzt, seit den 80er Jahren auch für die Ausstrahlung von Rundfunkprogrammen, zunächst in der Weise, dass die Satellitensignale von Bodenstationen aufgefangen und in Kabelnetze eingespeist wurden, dann zunehmend für den Direktempfang mit privaten Parabolantennen. 2016 galten knapp 47 Prozent der Fernsehhaushalte in Deutschland als Haushalte, die ihre Programme in erster Linie über Satellit empfingen.

Fernmelde- und Rundfunksatelliten, betrieben von Postverwaltungen oder Privatfirmen, umkreisen die Erde in etwa 36.000 km Höhe in der Geschwindigkeit der Erddrehung, so dass sie von der Erde aus betrachtet scheinbar still stehen (geostationär bzw. geosynchron). Ihre Ausleuchtzone (Sendegebiet/Beam) variiert je nach Position, Sendeleistung und Richtung. Sie reicht bei für die Bundesrepublik relevanten Satelliten durchweg über die deutschen Grenzen hinaus.

Die Satelliten empfangen Programmsignale von Bodenstationen (Erdefunkstellen), verstärken sie und schicken sie zur Erde zurück. Deutsche Programme werden vor allem über die Satelliten der ASTRA-Familie und der Eutelsat-Familie verbreitet.

Dank erhöhter Sendeleistung und rascher Entwicklung der Empfangstechnik können die Signale dieser Satelliten heute mit relativ kleinen und preiswerten Antennen direkt empfangen werden. Über ASTRA-Satelliten sind im digitalen Verfahren Digital Video Broadcasting-Satellite (DVB-S) alle Hörfunk- und Fernsehprogramme der ARD zu empfangen, die ARD-Fernsehprogramme mehrheitlich auch  in HD.

Modell des Satelliten ASTRA 1KR. | Bildquelle: SES-ASTRA

Modell des Satelliten ASTRA 1E

Modell des Satelliten ASTRA 1KR. | Bildquelle: SES-ASTRA
Satellit ASTRA 1KR. | Bildquelle: SES-ASTRA
Beam (Footprint) des Satelliten ASTRA 1KR. | Bildquelle: SES-ASTRA
Beam (Footprint) des Satelliten ASTRA 1H. | Bildquelle: SES-ASTRA

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