Union der Europäischen Rundfunkorganisationen (UER/EBU)

Logo der EBU. | Bildquelle: EBU

Im Februar 1950 von 23 westeuropäischen Rundfunkorganisationen zum Zweck der internationalen Zusammenarbeit und des Programmaustauschs ins Leben gerufene Vereinigung. Sitz: Genf.

Vorausgegangen war der Gründung die Spaltung der zuvor gemeinsamen internationalen Rundfunkunion in einen östlichen – Organisation Internationale de Radiodiffusion et Télévision (OIRT) – und einen westlichen Dachverband Ende der 40er Jahre.

Die UER ist ein Zweckverband von Rundfunkveranstaltern in »öffentlicher Verantwortung« und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in Fragen des Programms, des Rechts und der Technik. Sie unterstützt die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern und mit Rundfunkorganisationen in der ganzen Welt und fördert den Austausch von Radio- und Fernsehprogrammen.

Ein Beispiel ihrer Arbeit für ihre Mitglieder ist der Erwerb der Übertragungsrechte von sportlichen Großveranstaltungen wie Olympischen Spielen. Unterm Dach der UER bildet die Eurovision den weltweit größten Verbund zum Austausch von Fernsehprogrammen und Nachrichtenbeiträgen. Über Euroradio werden wichtige Konzertereignisse europaweit ausgetauscht. Die UER zählt heute, nach Integration der meisten OIRT-Mitglieder Anfang 1993, 73 aktive Mitglieder aus 56 verschiedenen Ländern Europas und des Mittelmeerraums sowie 33 assoziierte Mitglieder aus Asien, Afrika und Amerika.

Die aktiven Mitglieder aus Deutschland sind ARD, ZDF, Deutsche Welle und Deutschlandradio. Die ARD ist in den wichtigsten Gremien der UER – Generalversammlung, Verwaltungsrat, Technische und Juristische Kommission, Programmkommission für Hörfunk und Fernsehen, Finanzversammlung – durch einzelne Intendanten, Direktoren und Koordinatoren vertreten. Von 1983 bis Ende 2000 und von September 2006 bis Ende 2008 stellte sie den Präsidenten der Organisation.

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