Der Vorsitzende der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der ARD, Volker Giersch, zur vorläufigen Aussetzung der Übertragung der Tour de France bei der ARD

Pressemitteilung vom 19.07.2007

Der Vorsitzende der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der ARD, Volker Giersch, zur vorläufigen Aussetzung der Übertragung der Tour de France bei der ARD

„Die Entscheidung von ARD und ZDF, die Tour-de-France-Übertragung vorläufig auszusetzen, unterstütze ich voll und ganz. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat aus meiner Sicht eine besondere Verantwortung, den Reinigungsprozess im professionellen Radsport jetzt voranzutreiben. Denn er hat in den vergangenen Jahren auch dazu bei-getragen, diese Sportart (noch) populärer zu machen. Gerade deshalb müssen ARD und ZDF ihre Einflussmöglichkeiten konsequent nutzen, die Selbstreinigungskräfte im Radsport zu stärken.

In Vorgesprächen mit den deutschen Rennställen war der ARD zugesichert worden, dass die deutschen Teams in diesem Jahr „sauber“ sein werde. Diese Zusage war Grundlage für die Berichterstattung. Leider lässt der aktuelle Doping-Fall vermuten, dass die Rennställe die Einhaltung dieser Zusage wohl doch nicht gewährleisten können.

Über den aktuellen Fall hinaus sehe ich dringenden Anlass, in den zuständigen Gremien grundlegend zu diskutieren, wie unter dem Aspekt Doping künftig mit der Berichterstattung über Leistungssport umgegangen werden soll. Ich vertraue in die journalistische Kompetenz der ARD. Es sollte uns gelingen, Grundsätze zu formulieren, die sich als Grundlage für künftige Programmentscheidungen eignen. Klar ist freilich schon jetzt: Patentrezepte wird es nicht geben.“

Stand: Thu Jul 19 14:35:00 CEST 2007 Uhr

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