Der Weg für ein junges Onlineangebot ist geebnet

drei junge Frauen mit Tablets. | Bildquelle: colourbox.de

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Pressemitteilung vom 22.10.2014

ARD-GVK: Der Weg für ein junges Onlineangebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist geebnet

Die Gremienvorsitzenden der ARD begrüßen anlässlich der Medientage in München, dass die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk einen ausdrücklichen Auftrag für ein junges Onlineangebot erteilt haben, auch wenn durch die Entscheidung die Idee eines crossmedialen Angebots nicht umgesetzt wurde. Die GVK betont, dass die Entscheidung der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten über das Jugendangebot hinaus wichtige Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bietet.

"Dass die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sich jetzt für einen klaren Auftrag an ARD und ZDF für ein gemeinsames, zusätzliches Jugend­angebot ausge­sprochen haben ist ein erster Schritt in die richtige Richtung", erklärt Uwe Grund, Vorsitzender der Gremien­vorsitzenden­konferenz der ARD. "Zielgruppengerechte Medienangebote für junge Menschen sind für ARD und ZDF zur Erfüllung ihres gesellschaftlichen Auftrags dringend notwendig." Mit der nun erfolgten Entscheidung der Länderchefs könne die langjährige Forderung der Gremien nach einer zielgerichteten Ansprache junger Menschen endlich in die Tat umgesetzt werden, so Grund weiter.

Die Gremienvorsitzenden der ARD bedauern allerdings, dass das ursprünglich crossmediale Konzept mit einem eigenen Fernsehkanal zwar sehr viele, aber am Ende leider doch nicht alle Ministerpräsidentinnen und Minister­präsidenten überzeugen konnte. Tatsache ist, dass Fernsehen dennoch ein wichtiges Leitmedium bleibt und ein linearer Kanal für die Wahrnehmung des Angebots in der Zielgruppe der 14­‑ bis 30-Jährigen ein bedeutender Faktor gewesen wäre.

Gleichzeitig werden durch die Entscheidung der Länderchefs nach Ansicht der GVK wichtige Rahmenbedingungen geschaffen, die für den Erfolg des Angebots erforderlich sind. Insbesondere die Öffnung für originäre Inhalte, der Verzicht auf zu enge Verweildauer­regelungen sowie die gesicherte Finanzierung ermöglichen die Entwicklung innovativer Inhalte und Kommunikationskonzepte.

Die GVK begrüßt daher ausdrücklich auch die Ankündigung der Regierungschefs, den Telemedienauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks insgesamt in diesem Sinne fortzuentwickeln. Uwe Grund: "Es ist höchste Zeit, dass die rechtlichen Beschränkungen für Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Netz auf den Prüfstand gestellt werden. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben daher eine wichtige Entscheidung im Sinne der Nutzerinnen und Nutzer getroffen, die wir als Vertreter der Allgemeinheit sehr unterstützen."

Stand: Wed Oct 22 00:00:00 CEST 2014 Uhr

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