GVK: Die ARD braucht mehr junge Inhalte

drei Jugendliche sitzen auf dem Fußboden und machen Faxen. | Bildquelle: Colourbox.de

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Pressemitteilung vom 27.11.2013

GVK: Die ARD braucht mehr junge Inhalte

Die Konferenz der Gremienvorsitzenden der ARD (GVK) unterstützt mit Nachdruck das Projekt eines gemeinsamen multimedialen Jugendangebots von ARD und ZDF. Der lineare TV-Kanal ist dafür ein ebenso unverzichtbarer Baustein wie originäre Online-Inhalte. Die Gremienvorsitzenden appellieren an die Medienpolitik, die dafür notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Gremien, GVK und Programmbeirat der ARD sind sich darüber einig, dass die Erreichbarkeit der Jugend und Jüngeren eine prioritäre Querschnittsaufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks darstellt. Inhalte aus Fernsehen, Online und Hörfunk müssen zusammen ein geeignetes Angebot für die junge Zielgruppe bilden. Das der Rundfunkkommission der Länder von ARD und ZDF vorgelegte Konzept für einen "Jugendkanal" bietet aus Sicht der GVK eine geeignete Ausgangsbasis, um die bestehenden Angebote konsequent zusammenzuführen und das gemeinsame Engagement systematisch auszubauen.

Die GVK fordert von den Programmverantwortlichen Mut zum Experiment und zur Innovation, und die Bereitschaft, auch an die jungen Programmmacher in der Senderfamilie Verantwortung zu übergeben. "Wir vertrauen auf die Kompetenz gerade unserer jungen Talente, ein überzeugendes Gesamtangebot für Jüngere mit öffentlich-rechtlichem Profil zu schaffen", so der GVK-Vorsitzende Uwe Grund.

Die GVK hält eine konsequent multimediale Ausrichtung eines öffentlich-rechtlichen Jugendangebots für unerlässlich. Aufgrund des eingeschränkten Telemedienauftrags für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind originäre Online-Inhalte aktuell nur sehr begrenzt bzw. eng sendungsbezogen möglich. Um den Anforderungen insbesondere der jungen Nutzer gerecht zu werden, bedarf es daher einer Anpassung des Telemedienauftrags.

Der GVK-Vorsitzende Uwe Grund betont: "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat die Aufgabe, mit seinen Angeboten die gesamte Gesellschaft zu erreichen. Wir appellieren daher an die Verantwortlichen in der Medienpolitik, nun die Grundlagen für ein multimediales Jugendangebot zu schaffen, um nicht noch mehr Zeit und damit junge Menschen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verlieren."

Stand: Wed Nov 27 11:30:00 CET 2013 Uhr

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