"Connected TV: Alle auf und unter einen Schirm?"

Der GVK-Vorsitzende Uwe Grund auf dem 4. GVK-Forum am 21.3.2013 in Hamburg. | Bildquelle: NDR / Axel Herzig

Pressemitteilung vom 22.2.2013

4. GVK-Forum "Connected TV: Alle auf und unter einen Schirm?"

Die Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD veranstaltete am 21. Februar 2013 in Hamburg zum vierten Mal das GVK-Forum, eine ARD-weite Fachtagung für die Mitglieder der Rundfunk- und Verwaltungsräte der ARD. 150 Teilnehmer diskutierten mit internen und externen Experten über Herausforderungen und Chancen für den Rundfunk in der konvergenten Medienwelt.

Das diesjährige GVK-Forum war mit dem Schlagwort "Connected TV" überschrieben, das bildhaft für die inzwischen präsente multimediale und konvergente Medienwelt steht. Auf demselben (Bild)Schirm kommen die verschiedensten Anbieter und Angebote unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen, insbesondere unterschiedlichen "Regulierungsschirmen" zusammen. Dies verschärft nicht nur den Kampf um die Aufmerksamkeit zwischen den Akteuren aus TV und Internet, bringt neue Player wie Social Media "ins Wohnzimmer", sondern verschafft Geräteherstellern und Portalbetreibern eine Art "Gatekeeper"-Funktion. Insbesondere Zugang und Auffindbarkeit werden für die Inhalteanbieter zu existenzentscheidenden Fragen.

In Impulsreferaten wurde über technische und inhaltliche Möglichkeiten informiert, über das Wettbewerbsumfeld und die Veränderung des Mediennutzungsverhalten, sowie über aktuelle Fragen aus Medienrecht und Medienpolitik. Anschließend vertieften die Teilnehmer die Themen in drei Workshops. Die Ergebnisse und Thesen zur Fortentwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen, zu öffentlich-rechtlichen Inhalten in einer konvergenten multimedialen Medienwelt und notwendigen (inner)organisatorischen Strukturen werden von der GVK demnächst in einem Positionspapier zusammengefasst und veröffentlicht werden, um über den Kreis der Rundfunk- und Verwaltungsräte hinaus die Gesellschaft in den Diskurs miteinzubeziehen.

Die ARD-interne Tagung schloss mit einer für Gäste geöffneten Abendveranstaltung. Nach einem Impuls aus der Medienpolitik durch den Chef der Hamburger Senatskanzlei, Dr. Christoph Krupp, diskutierte Phoenix-Moderatorin Pinar Atalay mit Vertretern aus Rundfunk, Presse und Netz darüber, wie, wo und über wen sich heute Meinung bildet. Es diskutierten Lutz Marmor (ARD-Vorsitzender), Dr. Tobias Schmid (Vorstandsvorsitzender VPRT, medienpolitischer Sprecher RTL), Dr. Max Senges (Google), Stefan Niggemeier (Der Spiegel) und Markus Beckedahl (netzpolitik.org). Die Diskussion "Social Media, Second Screen, Filter Bubble – wie findet die journalistisch-redaktionelle Information noch ihren Weg zum Bürger?" ist am 22. Februar 2013 um 15.15 Uhr auf Phoenix zu sehen.

Stand: Fri Feb 22 10:53:00 CET 2013 Uhr

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