Ausgezeichnet - Preise und Auszeichnungen für die ARD

ARD-Schriftzug im "Walk of Fame"-Stern. | Bildquelle: colourbox.de / ARD.de

Ausgezeichnet

Preise und Auszeichnungen für die ARD

Jedes Jahr werden die ARD und die Landesrundfunkanstalten für ihre Fernseh- und Radioproduktionen sowie Neuheiten im Bereich Multimedia mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Die Vielzahl der preisgekrönten Produktionen und Autoren belegt eindrucksvoll den hohen Qualitätsstandard der ARD-Beiträge in unterschiedlichen Themenfeldern. Bei den wichtigen Wettbewerben im Bereich Hörfunk und Hörspiel ist die ARD fast konkurrenzlos und wird für ihre Produktionen regelmäßig mit den bedeutenden Radiopreisen ausgezeichnet.

Grimme-Preis

Am 13. April 2018 gingen sieben Grimme-Preise an die ARD. Die Auszeichnungen wurden in den vier Kategorien Fiktion, Information und Kultur, Unterhaltung sowie Kinder und Jugend vergeben und am 13. April 2018 im Theater der Stadt Marl, dem Sitz des Grimme-Instituts, verliehen.

Das legendäre Moka Efti in "Babylon Berlin". | Bildquelle: Frédéric Batier/X Filme

Ein Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion“ geht für die Serie "Babylon Berlin“ (ARD Degeto/Sky) an Henk Handloegten (Buch/Regie), Tom Tykwer (Buch/Regie/Filmmusik), Achim von Borries (Buch/Regie), Alexander Berner, Claus Wehlisch, Antje Zynga (alle Montage), Uli Hanisch (Szenenbild), Pierre-Yves Gayraud (Kostüm), Johnny Klimek (Filmmusik), Mario Kamien, Nikko Weidemann (beide Szenenmusik), Liv Lisa Fries, Volker Bruch und Peter Kurth (alle Darstellung). "Babylon Berlin" erzählt von einer Stadt im Ausnahmezustand, vom Berlin Ende der 1920er Jahre. Kriminalkommissar Gereon Rath (Volker Bruch), traumatisiert vom Ersten Weltkrieg und morphiumabhängig, ist von Köln in die Hauptstadt gekommen und wird in den Sog der Stadt gezogen. Mit der jungen Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries), einem Büromädchen, das sich nachts als Prostituierte verdingt, begibt er sich ins brodelnde Nachtleben Berlins, wo sich die Wege von Künstlern und Industriellen, von Gangstern und Politikern kreuzen.

Fred (Tilman Döbler, r.) und Jonas (Valentin Wessely) halten Ausschau mit dem Feldstecher von Kazmareck. Von ihrem Posten können die beiden Jungs bis zur Grenze sehen.. | Bildquelle: SWR/Andreas Wünschirs

Ein weiterer Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion" geht für den Film "Zuckersand" (BR/ARD Degeto/MDR) an  Bert Koß (Buch), Dirk Kummer (Buch/Regie), Tilman Döbler und Valentin Wessely (beide stellvertretend für das Darsteller-Ensemble). Der Film spielt im Brandenburg Ende der 1970er Jahre. Die beiden Freunde Fred und Jonas, zehn Jahre alt verleben eine fröhliche und behütete Kindheit, als bekannt wird, dass Jonas' Mutter einen Ausreiseantrag gestellt hat. Die beiden Jungen versuchen, einen Tunnel in den märkischen "Zuckersand" zu graben – der Tunnel soll, so der Plan, einmal quer durch den Erdball bis nach Australien führen.

Djaner hat Schwierigkeiten, sich in seiner deutschen Klasse einzugewöhnen.. | Bildquelle: SWR/NDR/Pier 53

Für die Dokumentation "Alles gut – Ankommen in Deutschland" (NDR/SWR) erhalten die Regisseurin und Autorin Pia Lenz den Grimme-Preis "Information und Kultur". "Pia Lenz nimmt nicht nur konsequent die Perspektive Geflüchteter ein und stellt die Probleme des Ankommens in den Mittelpunkt. Sie zeigt, dass Integration vor allem Hoffnung, Unterstützung der aufnehmenden Gesellschaft und große Empathie braucht", so die Begründung der Jury.

Die Eltern demonstrieren seit dem Unglück im April 2014 für unabhängige und transparente Untersuchungen.. | Bildquelle: BR/Dreamlead Pictures/Nominal Film

Ein weiterer Preis in der Kategorie "Information und Kultur" geht an Minsu Park (Regie/Konzept), Gregor Koppenburg, Britta Schwem (beide Buch) und Christoph Hutterer (Schnitt) für ihren Film "Sewol – Die gelbe Zeit" (BR). Am 16. April 2014 sinkt die südkoreanische Fähre "Sewol" mit 476 Passagieren an Bord. 304 Menschen ertrinken oder gelten seither offiziell als "vermisst", die meisten von ihnen Schulkinder auf Klassenfahrt. 2Empathie ist ein großes, überstrapaziertes Wort, aber Regisseur und Kameramann Minsu Park ist mit seinem Diplomprojekt an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film ein überaus empathischer, respekt- und taktvoller Film2, so die Begründung der Jury.

Einen Grimme-Preis in der Kategorie "Information und Kultur – Besondere journalistische Leistung" erhalten Volker Steinhoff (Redaktionsleitung "Panorama"), Sven Lohmann (Redaktionsleitung "Panorama 3") und Dietmar Schiffermüller (Redaktionsleitung "Panorama - die Reporter") stellvertretend für die Redaktionen für ihre Berichterstattung zu den Ereignissen des G20-Gipfels (NDR). Die Begründung der Jury: "Ihnen allen ist über Monate hinweg eine investigative Berichterstattung gelungen, die vorbildhaft ist für einen nicht nur informativen, sondern auch ausgewogen urteilsbildenden Journalismus, der eben keine vorgefertigten Meinungen über den Bildschirm verbreitet".

"Wir sind die Alten. Ihr seid die Geilsten. Aber wir sind die Meisten!". | Bildquelle: Radio Bremen

Maren Kroymann (Darstellung/Autorin) und Sebastian Colley (Headautor) erhalten den Grimme-Preis in der Kategorie "Unterhaltung" für "Kroymann" (Radio Bremen). In "Kroymann" schlüpft die Schauspielerin, Musikerin und Humoristin Maren Kroymann in verschiedenste Frauenrollen. Aus Gesprächen ergibt sich skizzenhaft, was in den Sketchen dann mit Genuss ausformuliert wird – Frauen in Führungspositionen, gleichgeschlechtliche Ehe, Sexismus im Alltag, Spießer und Flüchtlinge oder das Verhältnis von Eltern zu ihren berufstätigen Kindern.

Lennox (Yusuf Çelik), Otis (Philipp Julio von Schade), Tschakko (Arton Novobredaljia), Monika (Janne Drücker), Malte (Klaus Bobach Rios) und Jonas (Junis Marlon, v.l.). | Bildquelle: BR/TV60Filmproduktion/Niklas Weise

Ein weiterer Grimme-Preis in der Kategorie "Kinder & Jugend" geht an die Marcus Roth, Tillmann Roth (beide Buch), Christof Pilsl (Regie) und Niklas Weise (Regie) für die Serie "5vor12" (BR). Zusammen mit zwei Trainern verbringen fünf Jugendliche, die auf verschiedene Weise mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, sechs Wochen auf einer einsamen Hütte in den bayerischen Bergen. Ohne Strom, ohne fließendes Wasser, ohne Handys, allein auf sich gestellt. Dieser Camp-Aufenthalt der besonderen Art könnte ihnen im Erfolgsfall den Jugendstrafvollzug ersparen.

Stand: Fri Apr 13 00:00:00 CEST 2018 Uhr

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