Gäbe es nicht auch ohne ARD eine große Medienvielfalt?

Gäbe es nicht auch ohne ARD eine große Medienvielfalt in Deutschland?

Eine große Anzahl von Angeboten ist nicht mit inhaltlicher Vielfalt gleichzusetzen. Dazu muss man sich nur die Entwicklung des Privatfernsehens in den vergangenen Jahrzehnten ansehen: Im kommerziellen Bereich gibt es heute zwei große, marktbeherrschende Senderfamilien: RTL und ProSiebenSat.1. Und da sich diese Sender aus Werbeeinnahmen finanzieren, liegt ihr Schwerpunkt auf Unterhaltungsprogrammen. Die Vielfalt im deutschen Fernsehen wird auch dadurch nicht publizistisch wertvoller, dass es darüber hinaus noch einige Abspielkanäle amerikanischer Hollywoodstudios oder Teleshopping gibt.

Pressevielfalt zunehmend unter Druck

Auch die in Deutschland vorhandene Pressevielfalt gerät zunehmend unter Druck. So sehen wir im Verlagsbereich erhebliche Konzentrationstendenzen. Diese sind zwar in anderen Ländern bereits noch weiter fortgeschritten, aber auch in Deutschland wird diese Entwicklung mit großer Sorge gesehen.

Medienkonzentration schreitet voran

Die Vorhersagen, dass mit der Digitalisierung die Medienvielfalt gefördert würde, sind nicht eingetreten. Im Gegenteil: Durch die Bedingungen der "Netzwerkökonomie" schreitet die horizontale und vertikale Medienkonzentration erheblich voran. So profitieren vor allem die großen Medienhäuser von den Entwicklungen der digitalen Welt, da große Netzwerke zulasten kleinerer Anbieter überproportional wachsen und Größenvorteile von Unternehmen auf besonders starke Weise belohnt werden.

ARD ist Garant für Vielfalt und Qualität

Vor diesem Hintergrund ist und bleibt die ARD mit ihren neun Landesrundfunkanstalten und ihren Angeboten in Hörfunk, Fernsehen und Online ein Garant für Vielfalt und Qualität. Frei zugänglich und unverschlüsselt stehen diese Inhalte allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Stand: Thu Jan 08 14:41:21 CET 2015 Uhr

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