Warum stehen Sendungen nur begrenzt in der Mediathek?

Warum stehen Sendungen nur begrenzte Zeit in der ARD Mediathek?

Maßgeblich sind dafür vor allem zwei Gründe: die Verfügbarkeit der notwendigen Rechte und die Vorgaben des Gesetzgebers im Rundfunkstaatsvertrag. In §11d des Rundfunksstaatsvertrages ist festgeschrieben, dass angekaufte Spielfilme und Fernsehserien, die keine Auftragsproduktionen sind, nicht in den Mediatheken der ARD angeboten werden dürfen. Deshalb gibt es zum Beispiel keinen James-Bond-Film auf Abruf oder keine Krimiserie aus Dänemark, obwohl diese im Ersten oder den dritten Programmen ausgestrahlt wurden.

Beschränkungen für angekaufte Sendungen und Sport

Sendungen auf Abruf bestimmter Sportgroßereignisse wie Olympische Spiele oder Fußballweltmeisterschaften dürfen maximal nur 24 Stunden angeboten werden. Andere Inhalte sind in der ARD Mediathek nicht abrufbar, weil die notwendigen Rechte nicht zur Verfügung stehen. Das gilt zum Beispiel für Spiele der Fußballbundesliga, da diese Abrufrechte an andere Sender oder Verlage verkauft wurden.

Gesetzgeber schreibt maximale Verweildauer vor

Grundsätzlich gilt, dass die ARD vom Gesetzgeber verpflichtet wurde, für alle Inhalte so genannte maximale Verweildauerfristen festzuschreiben. Daher gibt es in der Regel zum Beispiel keine Dokumentation länger als ein Jahr. Manchmal werden nicht alle Persönlichkeitsrechte von den Protagonisten eingeräumt oder es fehlen Abrufrechte zum Beispiel für genutztes Archivmaterial und Musik. Obwohl die Rechtesituation also sehr komplex ist, bemühen sich die Fernsehredaktionen in der ARD innerhalb der wirtschaftlichen Möglichkeiten soviele Inhalte wie möglich während der genehmigten Verweildauern den Nutzern auf Abruf anzubieten. Die Zahl der verfügbaren Inhalte aus den linearen Fernsehprogrammen konnten so in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden.

Mehr Informationen zu den genehmigten Verweildauern von Inhalten in der ARD Mediathek finden Sie hier...

Stand: Thu Jan 08 00:00:00 CET 2015 Uhr

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