Ideen machen Medienzukunft

Logo des ARD/ZDF-Förderpreises 2012. | Bildquelle: ARD / ZDF

ARD Pressemeldung

Ideen machen Medienzukunft

Drei Preisträgerinnen des ARD/ZDF Förderpreises "Frauen + Medientechnologie" 2012 werden auf der Medienwoche@IFA in Berlin ausgezeichnet.

Erster Preis für Tamara Seybold

Tamara Seybold (26) ist die Gewinnerin des ersten Preises. In ihrer an der TU München entstandenen Diplomarbeit "Implementierung einer stützstellenbasierten und skalierbaren 3D-Look-Up-Table im FPGA" untersuchte sie verschiedene Wege, eine hohe Farbqualität in digitalen Bildsignalen bereits in der Kamera zu berechnen. Den Preis erhielt Tamara Seybold aus der Hand von Professorin Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, Direktorin Produktion und Technik des Bayerischen Rundfunks.

Zweiter Preis für Judith Jakob

Den zweiten Preis erhielt Judith Jakob (26) für ihre Masterarbeit "Mathematische Restauration von stark zerstörtem Filmmaterial" (Universität des Saarlands). In ihrer Arbeit zeigt Judith Jakob, welche Möglichkeiten die Digitalisierung von Filmmaterial bietet, um nicht nur wertvolle Filme zu erhalten, sondern auch viele Beschädigungen des Materials rechnerisch zu korrigieren. Heinz-Joachim Weber, Direktor Produktion und Technik des Westdeutschen Rundfunks, überreichte den Preis.

Dritter Preis für Stephanie Haberkern

Stephanie Haberkern (25) erhielt den dritten Preis für ihre Diplomarbeit "Medienkonvergenz in der Deutschschweiz - das Pilotprojekt trimediale Kinderwelt von Schweizer Fernsehen und Schweizer Radio DRS", die an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt entstand. Stephanie Haberkern untersuchte besonders die technologischen und workflowbezogenen Auswirkungen des Zusammenwachsens von Fernseh-, Hörfunk- und Internetangeboten. Den dritten Preis übergab Dr. Thomas Peiler, Hörfunk-Betriebsleiter des Saarländischen Rundfunks.

Die Preisverleihung fand vor über 100 Gästen aus Medien, Hochschulen und Verbänden statt. Durch die Veranstaltung führte MDR-Fernsehmoderatorin Anja Koebel.

Spanner-Ulmer: "Große Vielfalt an Studienfächern"

Professorin Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, Direktorin Produktion und Technik des Bayerischen Rundfunks, hebt hervor: "Besonders interessant ist für mich, dass die Studienfächer der Preisträgerinnen eine große Vielfalt von Angewandter Mathematik über Elektro- und Informationstechnik bis hin zu Medienmanagement abbildet. Das bekräftigt den interdisziplinären Ansatz, der sicherlich für die innovative Weiterentwicklung der Medien eine wichtige Grundlage bildet. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland kann nur davon profitieren, wenn er am Puls der Zeit bleibt."

Weber: "Frauen von Attraktivität technischer Berufe überzeugen"

Heinz-Joachim Weber, Direktor Produktion und Technik des Westdeutschen Rundfunks, ist vom Förderpreis überzeugt: "Der Westdeutsche Rundfunk hat die gute Idee, die hinter dem Förderpreis steckt, immer bejaht und aktiv unterstützt. Ziel ist es, Frauen von der Attraktivität technischer Berufe in modernen Medienbetrieben zu überzeugen. Im WDR unterstützen wir seit langem im technischen Bereich besonders Frauen beim Einstieg in Fach- und Führungspositionen."

Peiler: "Hochqualifizierte Absolventinnen unterstützen"

Dr. Thomas Peiler, Hörfunk-Betriebsleiter des Saarländischen Rundfunks, freut sich: "Dass der 2. Preis in diesem Jahr mit Judith Jakob an eine Absolventin der Universität des Saarlands geht, ist eine schöne Nachricht. Doch auch jenseits einer regionalen Verbundenheit finde ich es bemerkenswert, wie viele talentierte Frauen durch diesen Wettbewerb stärker öffentlich wahrgenommen werden. Der ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie" ist eine hervorragende Möglichkeit, junge und hochqualifizierte Absolventinnen zu erkennen und zu unterstützen."

Gerber: "Preis in Zukunft noch bekannter machen"

Monika Gerber, Leiterin der Stabsstelle ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie" an der ARD.ZDF medienakademie, zu den Perspektiven: "Die Ausrichtung und Vergabe des Förderpreises ist für uns nie mit der Preisverleihung zu Ende. Nach dem Preis ist vor dem Preis! Das umso mehr, wenn es an die Vorbereitung des kleinen Jubiläums 2013 geht, wenn der Förderpreis zum fünften Mal ausgeschrieben wird. In Zukunft möchten wir den Preis noch bekannter machen. Ein weiteres Ziel ist es, Absolventinnen, Hochschulen, Rundfunkanstalten, Fachverbände und MINT- bzw. Gleichstellungsinitiativen stärker zu vernetzen."

Herausragende Abschlussarbeiten aus Bereich Medientechnologie

Zielsetzung des ARD/ZDF Förderpreises "Frauen + Medientechnologie" ist es, junge talentierte Frauen für die spannenden Aufgaben im Bereich der audiovisuellen Medienproduktion und -distribution zu begeistern und ihnen die Möglichkeiten in diesen Berufszweigen aufzuzeigen. Außerdem sollen karrierefördernde Kontakte in die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vermittelt werden. Jährlich neu ausgeschrieben, prämiert der Förderpreis seit 2009 herausragende praxisrelevante Abschlussarbeiten von Frauen aus dem Bereich der Medientechnologie.

Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000,- Euro

Teilnehmen können Frauen mit ihren Abschlussarbeiten, die an deutschen, österreichischen oder schweizerischen Hochschulen entstanden sind. Aus allen Bewerbungen werden in einer Vorauswahl zunächst zehn Nominierungen getroffen. Die drei besten Arbeiten werden mit Preisgeldern von zusammen 10.000 Euro prämiert.

Ausrichtung und Vergabe des ARD/ZDF Förderpreises liegen bei der ARD.ZDF medienakademie, der zentralen Fort- und Weiterbildungseinrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland.

Die Bewerbungsfrist für den kommenden ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie" 2013 beginnt am 1. November 2012 und endet am 28. Februar 2013.

Weitere Informationen zum ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie" finden Sie unter: www.ard-zdf-foerderpreis.de Hier ist auch im Downloadbereich die umfangreiche Pressemappe sowie Bildmaterial zugänglich. Mehr Informationen zur ARD.ZDF medienakademie finden Sie unter: www.ard-zdf-medienakademie.de

Stand: Fri Aug 31 00:00:00 CEST 2012 Uhr

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