ESC: ARD berichtet ausführlich auch über politische Lage

Logo des Eurovision Song Contest 2012. | Bildquelle: NDR/EBU

ARD Pressemeldung

ESC: ARD berichtet ausführlich auch über politische Lage

Eurovision Song Contest: Die ARD überträgt die größte Musikshow der Welt, informiert aber gleichzeitig auch ausführlich über die politische Situation in Aserbaidschan. Der Regierung des Landes wird die Missachtung von Menschenrechten vorgeworfen.

Am 22., 24. und 26. Mai werden im Ersten bzw. in anderen Fernsehprogrammen der ARD die zwei Halbfinale und das Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest aus Aserbaidschan übertragen. Gleichzeitig informiert die ARD in ihren Fernseh- und Radioprogrammen sowie im Internet über die Lage in Aserbaidschan – der Regierung des Landes wird die Missachtung von Menschenrechten vorgeworfen.

Schreiber: "Politische Umstände werden nicht außer Acht gelassen"

Veranstalter des Eurovision Song Contests ist die Europäische Rundfunkunion (EBU). Am ESC können nur Sender (und damit Länder) teilnehmen, die Mitglieder der EBU sind. Die EBU hat von der Regierung von Aserbaidschan die verbindliche Zusage erhalten, während des ESC Menschenrechte wie die Pressefreiheit, Redefreiheit, Versammlungsfreiheit oder Reisefreiheit zu garantieren. Die EBU ist für alle Mitglieder der Ansprechpartner, der auf die Umsetzung dieser Freiheiten zu achten hat. ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber: "Wer als Mitglied der EBU am ESC teilnimmt und gewinnt, hat das Recht und die Pflicht, den Wettbewerb auch auszurichten. Von daher ist es legitim, dass der Wettbewerb in diesem Jahr in Aserbaidschan stattfindet. Aber die politischen Umstände um die Veranstaltung herum können nicht außer Acht gelassen werden, und darauf gehen wir auch ein."

Korrespondenten aus ARD-Studio Moskau reisen nach Baku

Für die aktuelle politische Berichterstattung werden die Korrespondenten Georg Restle (Fernsehen) und Heide-Maria Rasche (Hörfunk) aus dem ARD-Studio Moskau in Baku sein. Am 20. Mai plant der "Weltspiegel" im Ersten einen Bericht über die Menschenrechtssituation in Aserbaidschan am Beispiel einer verfolgten Journalistin. Das ARD-Morgenmagazin wird sich am 23. Mai mit den Menschenrechten und dem Ölreichtum des Landes beschäftigen. Am 23. Mai zeigt das Erste die Dokumentation „Glanz und Schatten in Aserbaidschan“ von Liz Mermin. Auch Tagesschau und Tagesthemen sowie das ARD-Mittagsmagazin werden auf die Situation in Aserbaidschan eingehen.

Für die ARD-Radioprogramme sind u.a. Beiträge wie "Berg-Karabach und kein Ende", "Aserbaidschan - Land der Kontraste", "Sing for Democracy – Pressefreiheit in Aserbaidschan" oder "Das Öl, das Gas und der ESC" vorgesehen. NDR 2 sendet am 24. Mai eine einstündige Spezialsendung live aus Baku über die politische Situation im Land.

Stand: Tue May 22 17:12:00 CEST 2012 Uhr

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