50 Jahre "ttt": Das ARD-Kulturmagazin "titel, thesen, temperamente" feiert Jubiläum

Das Logo der Fernsehsendung "ttt - titel thesen temperamente" im Ersten. | Bildquelle: ARD

ARD Pressemeldung

50 Jahre "ttt": Das ARD-Kulturmagazin "titel, thesen, temperamente" feiert Jubiläum

Als am 4. Dezember 1967 der Hessische Rundfunk (hr) die erste Ausgabe von "titel, thesen, temperamente" im Ersten ausstrahlte, startete ein Experiment. Damals ahnte noch niemand, welche außergewöhnliche Erfolgsgeschichte daraus wurde. "ttt" wurde zur Kultur-Marke der ARD. Kultur als lebendiger Teil der Gesellschaft und nicht mehr als bildungsbürgerlicher Musentempel für besserwissende Eliten. Das Kulturmagazin "titel, thesen, temperamente" entwickelte sich zum Seismographen seiner Zeit: analytisch, frech, spielerisch und schräg, auf jeden Fall relevant, auch manchmal abseitig oder provozierend. Und so lag "ttt" in New York mit Andy Warhol im Bett, der erzählte, wie wichtig die Kunst ist, überraschte Heinrich Böll am Flughafen mit der Nachricht, dass er gerade den Nobelpreis gewonnen habe, und saß mit Hans Magnus Enzensberger in seinem Wohnzimmer, als er mit Nachdruck deutsches Asyl für Edward Snowden forderte.

Viele prominente Autoren

"ttt" hatte in seiner Geschichte viele prominente Autoren: Dieter Hildebrandt zum Beispiel 1969 mit seinem Beitrag "Klaut Bücher, Genossen!". Hellmuth Karasek befasste sich mit den unbekannten Seiten der Beatles, Horst Eberhard Richter, Marcel Reich-Ranicki, Walter Jens oder Theodor W. Adorno – er reflektierte über Männerchorgesang – alle konnten sagen, was sie dachten. "ttt" hat immer Position bezogen, Haltung gezeigt und wichtige Fragen gestellt.

Alle Kulturmagazine unter gemeinsamem Titel

Seit April 2006 sind alle ARD-Kulturmagazine unter dem gemeinsamen Titel "ttt" versammelt – dazu gehörten der "Kulturweltspiegel" (WDR) und der "Kulturreport" (BR, MDR, NDR und rbb). Seitdem gibt es ein Kulturmagazin im Ersten: "ttt – titel, thesen, temperamente". Seit 2007 moderieren Max Moor und Evelyn Fischer die Sendung. Das einheitliche Label und der feste Sendeplatz am Sonntagabend machten "ttt" zu dem meistgesehenen und wirkungsmächtigen Kulturmagazin im deutschen Fernsehen: 2017 sahen bisher durchschnittlich 1,10 Millionen Zuschauer (Marktanteil 7,4 Prozent) das Magazin am späten Sonntagabend.

Herres: "Ein starkes Markenzeichen des Ersten"

"ttt" berichtet regelmäßig in Spezial-Ausgaben von den Internationalen Filmfestspielen in Cannes und Venedig, der Kunstbiennale in Venedig, der Frankfurter und Leipziger Buchmesse, von der Berlinale und der documenta.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: "Herzlichen Glückwunsch zu 50 Jahren Kulturberichterstattung im Ersten! "ttt" zeigt mit seinen Beiträgen eindrucksvoll, dass Kultur mit sozialen wie politischen Aspekten eng verknüpft ist. "ttt" ist aktuell, kritisch, hoch qualitativ und intensiv: ein starkes Markenzeichen des Ersten Deutschen Fernsehens."

Stand: Wed Nov 29 10:00:00 CET 2017 Uhr

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