ARD Hörspieltage enden mit Preisverleihung und Live-Hörspielpremiere

ARD Hörspieltage. | Bildquelle: SWR

ARD-Pressemeldung

ARD Hörspieltage enden mit Preisverleihung und Live-Hörspielpremiere

Live-Hörspiel mit Gustav Peter Wöhler u.a. / Deutscher Hörspielpreis der ARD für „Chinchilla Arschloch, waswas“ (WDR) / Thementag zum Feminismus im Kulturbetrieb / Über 10.000 Besucher*innen

Über 10.000 Besucherinnen und Besucher erlebten bei den 16. ARD Hörspieltagen (6.-10. November 2019) in Karlsruhe an fünf Tagen 12 Wettbewerbshörspiele, öffentliche Jurydiskussionen und rund 40 weitere Einzelveranstaltungen. Ein eigener Thementag widmete sich der Frage nach der Geschlechtergerechtigkeit in Hörspiel und Film. Höhepunkt war die Verleihung von sechs Hörspielpreisen mit einem Preisgeld von insgesamt 18.500 Euro am Samstag (9.11.).

Der Deutsche Hörspielpreis der ARD für das beste Hörspiel ging an "Chinchilla Arschloch, waswas" von Helgard Haug und Thilo Guschas, eine Produktion des WDR. Der Hauptpreis der ARD Hörspieltage ist mit 5.000 Euro dotiert. Er gilt als höchstdotierter Hörspielpreis im deutschsprachigen Raum, da mit ihm auch eine Ausstrahlung in den Kulturradios der beteiligten Sender verbunden ist. Erstmals bestimmte eine ausschließlich mit Frauen besetzte Jury unter Vorsitz der Publizistin und Autorin Jenni Zylka das Siegerstück.

Gustav Peter Wöhler als König Kamuffel und Manon Straché als Königin Kamelle in "Die Geschichte von der Schüssel und dem Löffel". | Bildquelle: SWR/Uwe Riehm

Ein weiterer Publikumsmagnet war die Premiere des Live-Hörspiels "Die Geschichte von der Schüssel und dem Löffel" nach Michael Ende. Auf der Bühne agierte ein Star-Ensemble, u. a. mit Gustav Peter Wöhler, Manon Straché, Stefan Kaminski und Laura Maire.

Darstellerpreis für Nicole Heesters, Publikumspreis für "Die dritte Arbeitskraft, mein Geld"

Der mit 3.000 Euro dotierte Deutsche Hörspielpreis der ARD für die beste schauspielerische Leistung in einem Hörspiel ging an Nicole Heesters für ihre Darstellung in "Die Jahre" (Produktion: HR). Den Publikumspreis in Höhe von 2.500 Euro erhielt Michael Stauffer für sein Hörspiel „Die dritte Arbeitskraft, mein Geld“, eine Produktion des SRF. Angela Gerrits wurde mit dem mit 5.000 Euro dotierten Deutschen Kinderhörspielpreis für ihr Hörspiel "Eineinhalb Wunder und ein Spatz" (Produktion: HR/DLF Kultur) ausgezeichnet. Der Preis wird von der Film- und Medienstiftung NRW und den Landesrundfunkanstalten der ARD getragen, mit Unterstützung der Stadt Wuppertal. Eine Karlsruher Kinderjury zeichnete das Hörspiel "Kicheritis" von Robert Schoen (Produktion: HR/WDR) nach dem Roman von Gwen Lowe mit dem Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe aus (2.000 Euro). Der mit 1.000 Euro dotierte Preis „ARD PiNball“ für freie Produzentinnenund Produzenten  ging an Simone Halder für ihr Kurzhörspiel "Chewing Gum makes a Demon really happy".

"Der Kulturbetrieb, das Radio und das Hörspiel wollen und müssen weiblicher werden"

Der Feminismus im Kulturbetrieb stand im Mittelpunkt des Thementags "Frauen im Ausschnitt" am Samstag (9.11.). Namhafte Referentinnen wie die Genderforscherin Sabine Hark und die Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch diskutierten im Dialog mit dem Publikum Wege und Möglichkeiten, Frauen in Kultur, Hörspiel und Film gleichzustellen. SWR Intendant Kai Gniffke bei der Verleihung des Deutschen Hörspielpreises der ARD: "Von diesen ARD Hörspieltagen geht ein klares Signal aus: Der Kulturbetrieb, das Radio und das Hörspiel wollen und müssen weiblicher werden. Diese Botschaft wird weit über das Festival hinauswirken. Und das nicht nur in Kunst und Kultur, sondern auch in Medienunternehmen wie dem SWR: Wir profitieren enorm davon, Frauen und Männer gleichermaßen einzubinden. Wie für die gesamte Gesellschaft gilt aber auch für uns: Bei den Führungskräften können wir noch deutlich mehr Frauen fördern."

Veranstaltung der ARD, des Deutschlandradios sowie von ORF und SRF

Über 10.000 Besucherinnen und Besucher kamen an fünf Tagen zum größten Festival für das deutschsprachige Hörspiel und die Klangkunst. Veranstalter sind die Rundfunkanstalten der ARD, das Deutschlandradio und die Partnersender ORF und SRF. Veranstaltungspartner sind das Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, die Staatliche Hochschule für Gestaltung und die Stadt Karlsruhe. Die Federführung lag in diesem Jahr beim SWR und beim Westdeutschen Rundfunk.

Die ARD Hörspieltage werden gefördert von der Stadt Karlsruhe und der Film- und Medienstiftung NRW und unterstützt durch den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie, Frankfurt, die Sparkasse Karlsruhe und Tonies, Düsseldorf.

Weitere Informationen und Höhepunkte zum Nachschauen und Nachhören:

hoerspieltage.ARD.de

www.ardaudiothek.de

Stand: 10.11.2019, 17.00 Uhr

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