ARD-Radiowellen sehr erfolgreich

Logo des Deutschen Radiopreises 2012. | Bildquelle: NDR

ARD Pressemeldung

Deutscher Radiopreis: ARD-Radiowellen sehr erfolgreich

Beim wichtigsten Radiopreis des Jahres, dem "Deutschen Radiopreis", stellten die ARD-Hörfunkwellen alleine fünf Mal die Gewinner. "Dass 58 Sender - öffentlich-rechtliche wie private - die großartige Gala aus Hamburg live übertragen haben, zeigt: wir sind stolz auf das Radio, das den Menschen näher kommt als jedes andere Medium", freute sich Wolfgang Schmitz, der Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission; und: "Den Preisträgern gelingt das auf vielfältige Weise besonders gut: Herzlichen Glückwunsch!"

Bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises wurden am Donnerstagabend, den 6. September 2012 in Hamburg die besten Radiomacher und Hörfunkproduktionen des Jahres 2012 ausgezeichnet. Die unabhängige Jury des Grimme-Instituts vergab in zehn Kategorien Preise unter anderem für die beste Innovation, die beste Morgensendung, das beste Nachrichtenformat, die beste Reportage und die beste Comedy. Der Beirat des Deutschen Radiopreises verlieh zwei Sonderpreise.

Beeindruckende Leistungen des Mediums Radio

Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk, Vorsitzender Radiopreis-Beirat: "Im Mittelpunkt des Radiopreises stehen die beeindruckenden Leistungen unseres Mediums: Nähe und Vertrautheit, Überraschungskraft, schnelle Information, verlässliche Orientierung. Gemeinsam haben wir Radiomacher es geschafft, dass der Preis zu einem der bedeutendsten Medienereignisse in Deutschland geworden ist."

Live-Übertragung der Gala in 58 Radiosendern

Die von Barbara Schöneberger moderierte Gala im "Schuppen 52" im Hamburger Hafen, bei der auch Ed Sheeran und Unheilig auftraten, wurde bundesweit von 58 öffentlich-rechtlichen und privaten Radiosendern sowie als Livestream im Internet übertragen. Die Aufzeichnung war zudem in sieben Dritten Fernsehprogrammen der ARD sowie im Digitalkanal EinsPlus zu sehen.

252 für den Preis eingereichte Produktionen

Für den Deutschen Radiopreis 2012 hatten 120 öffentlich-rechtliche und private Radiosender 252 Produktionen eingereicht. Für jede der zehn Kategorien nominierte die unabhängige Jury des Grimme-Instituts drei Finalisten. Stifter der Auszeichnung sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland. Zu den Kooperationspartnern zählen neben dem Grimme-Institut die Freie und Hansestadt Hamburg, die Radiozentrale - eine gemeinsame Plattform privater und öffentlich-rechtlicher Sender zur Stärkung des Hörfunks - sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS. Die Federführung liegt beim Norddeutschen Rundfunk.

Die ARD-Preisträger des Deutschen Radiopreises 2012:

Beste Morgensendung: NDR2, Ilka Petersen und Holger Ponik"Ponik & Petersen - Der NDR2 Morgen"Begründung der Grimme-Jury:"Ponik & Petersen sind natürlich gut ausgeschlafen, aber eben weit mehr als das - hier gibt's intelligente Aktion und Reaktion. Die Nachrichten, der regionale Wetterbericht, die Rubrik 'Stimmts' für die schon etwas wacheren Hörer - alles wird verständlich und freundlich vermittelt. Ein Standard-Extra der Sonderklasse: die Comedy 'Frühstück bei Stefanie'. Das knappste Lob: 'Moin-Moin!'."Bester Moderator: hr1, Werner Reinke"Reinke am Samstag"Begründung der Grimme-Jury:"Werner Reinke ist aus dem Radio nicht wegzudenken. Als Moderator mit Haltung und Leidenschaft sorgt er dafür, dass seine hr1-Sendungen nie flüchtig geraten. Seine Musikbegeisterung und sein unerschöpfliches Fachwissen machen ihn zu einem glaubwürdigen Vermittler. Mit Erzähltalent und tausenden Geschichten hinter den Songs weiß er zu fesseln. Und was wäre Hörfunk ohne diese Stimme? Sein zart schmelzender Sprechbariton ist eine markante Gabe, die er präzise einsetzt, gepaart mit herausragendem Sprachgefühl."Beste Reportage: SWR2, Martin DurmSWR2 Wissen: "Muamar al Gaddafi: Aufstieg und Fall eines Despoten"Begründung der Grimme-Jury:"Martin Durm gelingt es, die aktuelle Entwicklung und seine persönlichen Beobachtungen aus dem Arabischen Frühling mit den klassischen Mitteln der Reportage anschaulich und farbig wiederzugeben. Seine auf intensiver Recherche beruhende Sendung vermittelt lebendig und informativ auch einen bestens fundierten Hintergrund. Packend entwickelt er ein Bild der ebenso absurden wie einnehmenden Person Gaddafis - dem Durm mehrfach persönlich begegnet ist. In jedem Moment fesselt diese hochinformative Reportage die Hörer. Fazit: brillantes Radio."Beste Sendung: Deutschlandradio Kultur, Dr. Monika Künzel und Tom Noga"The crazy never die - Die Lange Nacht des Hunter S. Thompson"Begründung der Grimme-Jury:"2005 erschießt sich Hunter Stockton Thompson, eine amerikanische Legende des neuen Journalismus. Aus seinem Leben, seiner Zeit und ihrem Zeit-Geist wird hier Radio-Magie pur, mit allen Klangmitteln dieser Welt. Fast drei Stunden spannender Entschleunigung und kreativer Transfusionen - in einem Schnitt quer durch die Schichten der Popkultur von zwei Jahrzehnten, die bis heute im Hören, Sehen, Fühlen und Empfinden maßgeblich sind. Ein bester Beweis dafür, was und wie Radio auch sein kann: eine ganz eigene Kultur."Bestes Interview: WDR2, Gisela Steinhauer und Gabriele Hufnagel-MertensWDR2-SonntagsfragenBegründung der Grimme-Jury:Es ist riskant, am Sonntagmorgen im Radio philosophisch zu sein. Es kann im besten Fall aber auch reine Hörfreude entstehen. Dafür stehen die 'Sonntagsfragen' mit Gisela Steinhauer. Grundlage ihres Gesprächs mit dem Psychologen Bas Kast ist sein Buch zur Freiheit im Alltag: 'Ich weiß nicht, was ich wollen soll'. Gisela Steinhauer weiß, was sie will: starkes Wortradio, das die Hörer mitnimmt, weil es in ihre Welt hineinreicht. Getragen wird das Gespräch von mitreißender Neugier, tragfähiger Leichtigkeit und kritischem Humor."

Prominente Laudatoren

Überreicht wurden die Preise von prominenten Laudatoren: Frank Elstner (Sonderpreis Udo Lindenberg), Der Graf (Beste Programmaktion), Günther Maria Halmer (Sonderpreis Arno Müller, 104.6 RTL), Johannes B. Kerner (Bester Moderator), Nicolette Krebitz (Beste Comedy), Thomas Osterkorn (Bestes Interview), Caren Miosga (Bestes Nachrichtenformat), Christoph M. Ohrt (Beste Morgensendung), Christoph Sieber (Beste Sendung), Richard von Weizsäcker (Beste Reportage), Robbie Williams (Beste Innovation) und Helmut Zierl (Beste Moderatorin).

Spektakuläre Auftritte von Stars

Die Verleihung wurde auch durch die spektakulären Auftritte von Stars wie Robbie Williams, den Pet Shop Boys oder Udo Lindenberg wie durch die hochkarätigen Gäste und Laudatoren, zu denen auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker zählte, zu einem der wichtigsten Radioereignisse des Jahres.

Stand: Thu Sep 06 16:10:00 CEST 2012 Uhr

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