ARD für Schutz sprachlicher und kultureller Vielfalt

Der ARD-Vorsitzende und NDR-Intendant Lutz Marmor. | Bildquelle: NDR / David Paprocki

ARD Pressemeldung

ARD für Schutz sprachlicher und kultureller Vielfalt

Die ARD setzt sich für ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU ein, das die sprachliche und kulturelle Vielfalt sichert. Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor betont: "Kultur und Medien dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Sollte das Abkommen auch kulturelle und audiovisuelle Dienste erfassen, könnte der Medienpluralismus in der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten bedroht sein."

Marmor: "Kultur ist keine gewöhnliche Handelsware"

Lutz Marmor sieht die Gefahr, dass der Zugang zu Informationen in der heutigen Form nicht mehr gewährleistet werden könnte. "Kultur und Medien sind keine gewöhnlichen Handelswaren", so der ARD-Vorsitzende. "Sie sind Träger von Werten, Ideen und prägen die Identität unserer Gesellschaft. Sie können deshalb nicht wie Autos oder Finanzdienstleistungen behandelt werden."

Morgen entscheiden die Handelsminister der EU-Mitgliedstaaten abschließend über das Mandat der Europäischen Union für die Verhandlungen mit den USA über eine transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft.

Über kulturelle Dienste nicht mit USA verhandeln

Der ARD-Vorsitzende betont die große Bedeutung des Abkommens hinsichtlich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. Die ARD schließt sich der einstimmigen Forderung des Bundesrates und der mehrheitlichen Auffassung des Europäischen Parlamentes an, kulturelle und audiovisuelle Dienste explizit von den Verhandlungen zwischen der EU und den USA auszunehmen. Der ARD-Vorsitzende Marmor hat die Bundeskanzlerin gebeten, sich dafür einzusetzen und dies auch explizit im Verhandlungsmandat für die Europäische Kommission festzuschreiben.

Stand: Thu Jun 13 00:00:00 CEST 2013 Uhr

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