Auf allen Kanälen, interaktiv und öffentlich-rechtlich

sechs Jugendliche stehen nebeneinander. | Bildquelle: colourbox.de

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ARD Pressemeldung

Auf allen Kanälen, interaktiv und öffentlich-rechtlich

Das geplante crossmediale Jugendangebot von ARD und ZDF

Die Hand immer am Smartphone, am Puls der Zeit, mit der Welt in Kontakt – das ist die junge Zielgruppe. ARD und ZDF wollen ein Angebot schaffen, das genau in diese Lebenswelt passt und alles bietet, damit junge Erwachsene mitreden können.

Immer up to date – auf allen Kanälen

Der erste Griff am Morgen – er geht zum Smartphone. Was ist heute los in der Welt? Das Internet bietet dazu alle Informationen, auch Inhalte aus dem Radio oder Fernsehen. Die Grenzen zwischen den Medien Online, TV und Radio existieren kaum noch – insbesondere für junge Menschen. Sie wollen nicht lange nach interessanten News suchen, sondern sofort alles, zu jeder Zeit und auf allen Ausspielwegen finden.

Gerade deshalb möchten ARD und ZDF etwas Neues schaffen, das es so noch nicht gibt: ein Angebot speziell für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren. Jederzeit auf allen Endgeräten abrufbar – also auf Smartphone, Tablet und PC und im klassischen TV, eng verzahnt mit den jungen Radiowellen. 24 Stunden am Tag erreichbar, sieben Tage die Woche. Crossmedial, interaktiv und in öffentlich-rechtlicher Qualität. Das wäre in Deutschland einzigartig.

Von jungen Leuten -  für junge Leute

ARD und ZDF möchten jungen Menschen auf Augenhöhe begegnen, deshalb gilt das Prinzip: Programm von jungen Menschen für junge Menschen.

Jugendliche und junge Erwachsene interessieren sich für viele Themen; besonders, wenn sie aus ihrer Perspektive und in ihrer Sprache erzählt werden: für gesellschaftliche und politische Fragen, Ausbildung und Beruf, Liebe und Freundschaft, Musik und Festivals, Comedy und Unterhaltung sowie Nachrichten über alles, was in der Welt geschieht.  All das möchte das Programm von ARD und ZDF bieten – produziert von jungen Teams, die wissen, was sich junge Menschen wünschen.

Dieses Prinzip ist längst gelebte Praxis bei ARD und ZDF. Die jungen Hörfunkwellen der ARD zeigen z.B. mit über sechs Millionen Hörern täglich, wie öffentlich-rechtliche Inhalte junge Menschen erreichen. Außerdem experimentieren ARD und ZDF in den bestehenden Digitalkanälen mit innovativen TV-Produktionen, die beim jungen Publikum sehr gut ankommen.

Einmischen erwünscht!

drei Jugendliche sitzen auf dem Fußboden und machen Faxen. | Bildquelle: colourbox.de

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"Was wollt Ihr sehen und hören?“ "Welches Thema wollt Ihr in der nächsten Sendung diskutieren?“ Diese Fragen zu stellen und die Wünsche der Zielgruppe einzubinden: Das gehört zum Konzept des Jugendangebots. Wir möchten, dass Zuschauer, User und Hörer mitentscheiden, wie das Programm aussieht und klingt. Die Nutzer können z.B. via Social Media jederzeit mitreden, kommentieren, Wünsche äußern – und werden so wirklich ernst genommen. Der User gestaltet das Programm also mit!

Authentisch, ehrlich und nah dran

Authentizität wird im crossmedialen Jugendangebot großgeschrieben, und die Erfahrungen, die Reporter und Presenter vor der Kamera machen, werden echt sein. Das Angebot wird selbstverständlich konsequent die Interessen junger Menschen verfolgen. Themen und Machart werden ihren ganz eigenen, jungen Blickwinkel bekommen. Meinungsbildende, demokratiestiftende Inhalte – und Spaß und Unterhaltung: Das geht zusammen!

Die Finanzierung

Das geplante Angebot kostet natürlich Geld. 45 Millionen Euro werden ARD und ZDF dafür intern umschichten, zum Beispiel durch die Neusortierung ihrer Digitalkanäle. Das heißt, dass die Digitalkanäle Einsfestival, EinsPlus und ZDFkultur eingestellt werden. Die Mittel für diese drei Kanäle werden gebündelt und für das neue Angebot zur Verfügung stehen. Das macht bereits einen Großteil der 45 Millionen aus, von denen die ARD 30 Millionen Euro und das ZDF 15 Millionen Euro übernehmen werden.

Synergien klug nutzen

Interaktive Livesendungen, Nachrichten für die Zielgruppe, spannende Reportagen, junge Comedy, Spielfilme aus dem Repertoire von ARD und ZDF, Musik- und Sportevents. Das ist alles im Budget enthalten, weil ARD und ZDF konsequent bereits vorhandene Strukturen und Synergien nutzen und neue, günstige Produktionswege etablieren werden. Das crossmediale Angebot erfordert keinen aufwändigen neuen Apparat, weil es auf vorhandene Strukturen setzt – sowohl personell, räumlich als auch technisch. Produziert wird in bereits bestehenden Redaktionen, jeder Sender wird auf Grundlage eines Verteilungsschlüssels Programm zuliefern. Eine kleine Geschäftsführung wird das Gesamtangebot koordinieren und steuern.

Wann starten ARD und ZDF das crossmediale Jugendangebot?

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der 16 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland werden im Herbst 2014 darüber beraten, ob ARD und ZDF ihr Vorhaben umsetzen können. Wenn sich alle 16 Regierungschefinnen und Regierungschefs für das crossmediale Jugendangebot von ARD und ZDF entscheiden, kann es voraussichtlich im Jahr 2016 an den Start gehen.

Stand: Fri Jul 11 00:00:00 CEST 2014 Uhr

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