Bilanz der Gremienvorsitzenden zum 3. GVK-Forum "Wie finden Jüngere die ARD?"

GVK-Forum. | Bildquelle: WDR

Pressemeldung der GVK

Bilanz der Gremienvorsitzenden zum 3. GVK-Forum "Wie finden Jüngere die ARD?"

Am 28.2.2011 hatte die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) zur 3. Gremienfachtagung nach Köln eingeladen. Einen Tag lang diskutierten Rundfunk- und Verwaltungsräte aller Landesrundfunkanstalten mit jungen Programmmachern der ARD und externen Experten über die Frage, was der Senderverbund tun müsse, um seinen Programmauftrag bei den jungen (14-29-Jährige) und jüngeren (30-49-Jährige) Menschen erfolgreicher zu erfüllen.

Die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse der GVK-Beratungen im Nachgang zum Forum wurden den Intendanten in der Stuttgarter ARD-Hauptversammlung am 4.4.2011 vorgelegt und bilden die Grundlage für den weiteren Dialog mit den Intendanten und in den Gremien (siehe beiliegende Empfehlungen der GVK).In den Workshops und Podiumsgesprächen befassten sich die rund 200 Teilnehmer des GVK-Forums mit der Frage, welche relevanten Angebote in der Senderfamilie bereits vorhanden seien, wie diese besser beworben werden könnten und was zu tun sei, um die Interessen und Nutzungsgewohnheiten jüngerer Menschen in den unterschiedlichen Genres künftig intensiver zu berücksichtigen.Debattiert wurde in Köln unter anderem über Strategien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Präsenz im Netz und in den sozialen Netzwerken. Nach Ansicht der Teilnehmer sei Social Media nicht nur eine Marketingmaßnahme. Die Möglichkeiten zur Interaktion mit den Nutzern böten vor allem journalistische Innovationschancen, zumal der verbindliche Dialog mit den Nutzern für die Qualitätsevaluation wichtig sei und das Vertrauen der Nutzer stärke. Diskutiert wurde auch über die Notwendigkeit eines eigenen Kanals für junge Menschen. Angesichts der nach wie vor zentralen Bedeutung des linearen Fernsehkonsums wurde bezweifelt, ob man sich darauf beschränken könne, junge Publikumsgruppen vorrangig über Hörfunk und Internet anzusprechen. Unaufschiebbar sei es, das vorhandene kreative Potential in den öffentlich-rechtlichen Anstalten besser für programmverjüngende Angebote zu nutzen, vorhandene Angebote miteinander zu vernetzen und diese gezielt durch Crosspromotion zu bewerben. Für junge und jüngere Menschen müssten sowohl das Erste als auch die Dritten Programme in allen Genres mehr Experimentier-flächen bieten. Den bei Jüngeren sehr erfolgreichen Hörfunkwellen der Landesrundfunkanstalten soll künftig verstärkt die Aufgabe zukommen, auf relevante Programmangebote aus der ganzen ARD aufmerksam zu machen.Wie der Auftrag der Medien, freie Meinungsbildung bei jüngeren Menschen zu unterstützen, durch Programminnovationen besser erfüllt werden kann, war Thema der abschließenden Gesprächsrunde "ARD & Gäste". 1LIVE-Moderator Michael Dietz diskutierte mit Volker Herres (ARD-Programmdirektor), Peter Kloeppel (RTL Aktuell-Chefredakteur), Sonja Schünemann (ZDF-Onlinekorrespondentin) sowie jungen Programmmachern aus der ARD: Lena Döring (Radio Bremen Jungredakteurin), Andrea Schafarzcyk (1LIVE Wortchefin) und Tobias Schlegl (Extra3 Moderator).

Pressekontakt:Dr. Susanne PfabGeschäftsstelle der ARD-GremienvorsitzendenkonferenzHopfenstraße 4 I 80335 MünchenTel +49 89 5900 4314Fax +49 89 5900 4310presse@ard-gvk.dewww.ard.de/gvk

Stand: Wed Apr 06 11:08:00 CEST 2011 Uhr

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