Das Erste: Kultur statt Sommerloch

Dirigent Sir Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern. | Bildquelle: rbb / Monika Rittershaus / Berliner Philharmoniker

ARD Pressemeldung

Das Erste: Kultur statt Sommerloch

Opern-Premiere, Pop-Legenden, Jahrhundertschauspieler – Das Erste setzt im Sommerprogramm auf kulturelle Programmhighlights.

Richard Wagner und Bayreuther Festspiele

Zum 200. Geburtstag des Komponisten Richard Wagner zeigt Das Erste am Donnerstag, 25. Juli, den diesjährigen Eröffnungsabend der Bayreuther Festspiele. Direkt nach den "Tagesthemen", ab 22.45 Uhr, hebt sich in einer zeitversetzten Übertragung der Vorhang zum "Fliegenden Holländer". Am Pult steht Christian Thielemann; die Inszenierung hat Jan Philipp Gloger erarbeitet.

Drei Tage vor Eröffnung der Jubiläums-Festspiele in Bayreuth wirft Michael Strauven in seiner Dokumentation "Die Wagners und Bayreuth" (SWR) am 22. Juli um 23.35 Uhr einen kritischen Blick auf Geschichte und Gegenwart der berühmtesten deutschen Festspiele, die Jahr für Jahr Menschen aus aller Welt auf den "Grünen Hügel" locken. Worin liegt die ungebrochene Anziehungskraft dieses immer noch als „magisch“ erlebten Ortes und was sagt er über die deutsche Mentalität?

Götz George spielt Heinrich George

Mit einem Kapitel deutscher Geschichte beschäftigt sich auch das Dokudrama "George" (SWR/WDR/RBB/NDR/ARTE). Götz George spielt seinen eigenen Vater, den Jahrhundertschauspieler Heinrich George. Joachim A. Lang geht in seinem 115-minütigen Film der Frage nach der Verantwortung des Künstlers in der Diktatur nach. In den 20er- und frühen 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts war Heinrich George im Theater wie im Film eine der herausragenden Persönlichkeiten. Im Dritten Reich stieg er als Intendant des Schillertheaters zum "Staatsschauspieler" auf und ließ sich von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken einspannen. Im September 1946 starb er in russischer Gefangenschaft.

Das Erste bringt "George" am Mittwoch, 24. Juli, um 21.45 Uhr zum 75. Geburtstag von Götz George. Zuvor, um 20.15 Uhr, ist Götz George noch einmal in der Rolle zu sehen, die ihn in den 80er-Jahren berühmt gemacht hat: als Kommissar Horst Schimanski in dem Einzelstück "Schuld und Sühne" aus dem Jahr 2011.

Legenden der Popkultur

Der Popkultur widmet Das Erste in diesem Jahr ein "Legenden"-Spezial mit drei Folgen: Porträtiert werden die britische Sängerin Amy Winehouse, die 2011 mit nur 27 Jahren an den Folgen von Alkohol- und Drogenmissbrauch starb, der Deutschrocker Udo Lindenberg, der 2010 mit seiner Tournee ein glänzendes Comeback feierte, und die im Februar 2012 verstorbene "Queen of Soul" Whitney Houston. Die "Pop-Legenden" (SWR/NDR/WDR) starten am Mittwoch, 17. Juli, um 22.45 Uhr im Ersten.

Herres: "Gleich mehrere kulturelle Programmhighlights"

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: "Kultur statt Sommerloch – Im Juli bieten wir im Ersten gleich mehrere kulturelle Programmhighlights. Die Übertragung von Wagners "Fliegendem Holländer" zum 200. Geburtstag des Komponisten und das Dokudrama über Heinrich George mit seinem Sohn Götz in der Hauptrolle sind für alle Freunde von Theater und Oper zwei hochklassige Ereignisse, mit denen Das Erste über die reguläre Kulturberichterstattung in den Magazinen und Nachrichtensendungen hinaus besondere Akzente setzt."

Stand: Tue Jun 25 00:00:00 CEST 2013 Uhr

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