Ein Rückblick auf das Sommerprogramm im Ersten

Das Erste-Standard-Logo. | Bildquelle: ARD

Informativ und innovativ

Ein Rückblick auf das Sommerprogramm im Ersten

Informativ und innovativ, spannend und sportlich, hintergründig und gelegentlich experimentell - so präsentierte sich Das Erste in den Sommermonaten 2011 dem Fernsehpublikum.

Durch zahlreiche Sondersendungen zum aktuellen Geschehen erwies sich das ARD-Gemeinschaftsprogramm einmal mehr als deutscher Informationssender Nr. 1. Neben den "Brennpunkt"-Sendungen zu den Turbulenzen auf den Finanzmärkten und den Attentaten in Norwegen reagierte Das Erste mit Reportagen aus Ägypten, Libyen sowie Syrien auf die aktuelle Lage der dortigen Demokratiebewegungen.

Angesichts der angespannten Finanzlage einiger Nachbarstaaten und des Drucks auf die europäische Gemeinschaftswährung bot Das Erste den Zuschauern in einem Themenschwerpunkt "Euro" Aufklärung und Beratung. 2,32 Millionen Zuschauer informierten sich Mitte August zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr durch die Reportage "Afrika hungert" über Hintergründe und Ursachen der aktuellen Hungersnot in Somalia. Ferner berichtete Das Erste fast sechs Stunden lang live aus dem Deutschen Bundestag, der über den Kanzleretat und den Euro-Rettungsschirm debattierte.

Die Sommerstaffel von "ARD-exclusiv" deckte mit fünf investigativen Reportagen Missstände auf. Zum Ärger der Betroffenen, die die Berichterstattung zu verhindern suchten, aber ganz im Interesse der Zuschauer: Rund drei Millionen Zuschauer verfolgten die Filme über die Hintergründe der Hähnchenproduktion bei "Wiesenhof", die prekäre Lage älterer Arbeitsloser und die Ausbeutung der Paketboten beim "Hermes Versand". In 90-minütigen Dokumentarfilmen ging es darüber hinaus u.a. um Langzeitporträts von "Sozialdemokraten" oder die Anwälte Schily, Ströbele und Mahler, aber auch um gesellschaftspolitische Phänomene in "Der entsorgte Vater" oder "Geschlossene Gesellschaft - Der Missbrauch in der Odenwaldschule". Mit Porträts von Senta Berger, Günter Grass, Jan-Josef Liefers und David Garrett wurde in diesem Sommer die Reihe "Deutschland, deine Künstler" erfolgreich fortgeführt.

Von der Kritik hochgelobt wurde der Dreiteiler "DreiLeben". Über einen gesamten Montagabend - von 20.15 bis 1.00 Uhr - fesselte die Trilogie dreier renommierter Regisseure die Fernsehzuschauer im Ersten. Das experimentelle fiktionale Angebot erreichte im Durchschnitt einen Marktanteil von 8,5%. Eine für die Sommermonate ungewöhnliche hohe Zuschauerzahl verzeichnete die erste Episode der neuen Ermittler im "Polizeiruf 110" des BR: 7,73 Millionen (25,4% MA) sahen "Cassandras Warnung", den ersten Fall von Matthias Brandt und Anna Maria Sturm.

Auch die drei Teile "Sherlock", eine BBC-Reihe nach der literarischen Vorlage Conan Doyles, sorgten in diesem Sommer für ein ungewöhnliches Krimierlebnis im Ersten. Der durchschnittliche Marktanteil von 14,8% belegt, dass sich der moderne Sherlock Holmes beim deutschen Fernsehpublikum großer Beliebtheit erfreut.

Die meistgesehenen Sendungen dieses Sommers verzeichnete der Frauenfußball. Das Zuschauerinteresse an den Übertragungen der Spiele von der Fußball-WM blieb auch nach dem Ausscheiden der deutschen Elf im Viertelfinale hoch. Das Endspiel zwischen den USA und Japan verfolgten mehr als 15 Millionen Zuschauer im Ersten, was einem Marktanteil von 46,6% entspricht.

Stand: Wed Sep 14 10:29:00 CEST 2011 Uhr

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