Erster Berlinale.Brunch der ARD-Filmintendantin: Karola Wille setzt auf Kraft der Netzwerke

Prof. Dr. Karola Wille, ARD-Vorsitzende und Intendantin des MDR, und Prof. Monika Grütters, MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien (v.l.). | Bildquelle: MDR/X21de/Reiner Freese

ARD Pressemeldung

Erster Berlinale.Brunch der ARD-Filmintendantin: Karola Wille setzt auf Kraft der Netzwerke

Reger Austausch von rund 80 Frauen aus der Film- und Fernsehbranche in Berlin mit Karola Wille und Monika Grütters

Rund 80 Frauen aus der Film- und Fernsehbranche folgten der Einladung von ARD-Filmintendantin und ARD-Vorsitzender Karola Wille zum ersten Berlinale.Brunch am Freitag, den 10. Februar 2017. Professor Karola Wille und Staatsministerin Professor Monika Grütters MdB stellten sich in einem kurzen Talk aktuellen Themen - moderiert von der Journalistin Ulrike Simon. Im Anschluss tauschten sich die Frauen - u.a. Produzentinnen, Vertreterinnen der Filmförderung und ARD-Redaktionsleiterinnen aus dem Fiktion- und Dokumentarbereich - in lockerer Atmosphäre über Themen, die sie in der Branche bewegen, aus.

Wille: "Zugangsbarrieren müssen uns weiter beschäftigen"

Die ARD-Vorsitzende Wille: "Es hat sich manches in den letzten Jahren in Richtung tatsächlicher Gleichstellung in der Branche bewegt. Zugangsbarrieren bei einzelnen Berufen in der Kino- und Fernsehfilmproduktion müssen uns gleichwohl weiter beschäftigen. Und wir müssen den Dingen auf den Grund gehen. Deshalb beteiligen wir uns unter anderem auch an den Ursachenforschungen. Was sind die Barrieren und wie kann man ihnen entgegenwirken? Und das geht an die Adresse aller Medienschaffenden - an Männer und Frauen."

Karola Wille im Sinne dieser Berlinale: "Wir brauchen Mut, Zuversicht und Humor."

Grütters: "Frauen sind in Kultur und Medien unterrepräsentiert"

Die Staatsministerin Monika Grütters, MdB: "Frauen sind in Kultur und Medien deutlich unterrepräsentiert - in Führungspositionen, in Gremien und Jurys. Wir haben erste Lösungsansätze identifiziert - mehr starke, weibliche Rollenvorbilder, Coaching und Mentorinnen und ein Kulturwandel ist notwendig."

Maßnahmen der ARD zur Gleichstellung

Wille informierte außerdem über die Maßnahmen, die bereits getroffen oder beschlossen wurden. Bereits im Sommer 2015 hat sich die Degeto selbst verpflichtet anzustreben, bei mindestens zwanzig Prozent der rund hundert Filme pro Jahr künftig Frauen für die Regie einzusetzen. Ein Ziel der ARD-Landesrundfunkanstalten ist, in den nächsten fünf Jahren in ihren Fernsehfilmen und Serien gezielt den Anteil weiblicher Regiebesetzungen auszubauen. Eine weitere Maßnahme: Produzenten und Produzentinnen werden aufgefordert, den Redaktionen pro Projekt jeweils einen Regisseur und eine Regisseurin vorzuschlagen. Außerdem betreibt die ARD Ursachenforschung mit mehreren Studien.

Wille und Grütters waren sich über viele Ursachen einig: die Schwierigkeit bei Vereinbarkeit von Karriere und Familie, Rollenstereotype von Männer und Frauen und dass man an vielen Stellen aktiv daran arbeiten muss, etwas zu verändern.

Stand: Fri Feb 10 15:00:00 CET 2017 Uhr

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