Exclusiv im Ersten: vier Primetime-Reportagen ab 4. Juli 2016

Vladimir Putin. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

ARD Pressemeldung

Exclusiv im Ersten: vier Primetime-Reportagen ab 4. Juli 2016

Die 30-minütigen Reportagen basieren auf längerfristigen Recherchen von Autorinnen und Autoren aus den Redaktionen der politischen Magazine im Ersten. Die Filme der Reihe decken Missstände auf und analysieren die Hintergründe.

Termine und Themen im Überblick

Montag, 4. Juli 2016, 22:00 Uhr

Spiel im Schatten – Putins unerklärter Krieg gegen den Westen (mdr)

Film von Marcus Weller und Arndt Ginzel

Im Januar 2016 kommt es vor dem Kanzleramt zu einer bemerkenswerten Demonstration. Aufgebrachte Russlanddeutsche fordern mehr Sicherheit und die umgehende Ausweisung von Asylbewerbern. Als Anlass dient die angebliche Vergewaltigung der 13-jährigen Lisa aus Berlin. Dabei steht längst fest, dass das Mädchen die Geschichte erfunden hat. Dennoch verbreiten vor allem russische Medien sie immer weiter. Schließlich mischt sich noch der russische Außenminister ein und weist die deutschen Behörden öffentlich zurecht. Ein einmaliger Vorgang. Sicherheitsbehörden und Regierung in Deutschland sehen den "Fall Lisa" inzwischen als offene Provokation durch Russland, aber auch als Machtdemonstration russischer Informationskrieger. Reporter des ARD-Magazins "FAKT" haben monatelang recherchiert und sind zu einem beunruhigenden Ergebnis gekommen: Es gibt ihn tatsächlich, den verborgenen Krieg Russlands gegen den Westen.

 

Montag, 11. Juli 2016, 22:00 Uhr

Böses Neues Jahr – Die Suche nach den Silvestertätern (NDR)

Film von Britta von der Heide und Jan Liebold

Köln, Hamburg, Stuttgart: In der Silvesternacht 2016 gab es deutschlandweit mehr als 1.000 sexuelle Übergriffe auf Frauen. Die Opfer berichten von Gruppen südländisch aussehender Männer. Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten seit Monaten daran, die Taten aufzuklären. In Hamburg sind die Ermittlungsbehörden bis jetzt am erfolgreichsten. Der Film schildert, was die Opfer erlitten haben und was den Verdächtigen widerfahren ist. Er zeigt am Beispiel Hamburgs, wie der Rechtsstaat versucht, mit aller Härte zu reagieren und wie er dabei aufpassen muss, die eigenen Grenzen der Rechtsstaatlichkeit nicht zu überschreiten.

 

Montag, 25. Juli 2016, 21:45 Uhr

Der große Atom-Deal – Die Lüge vom billigen Strom (WDR)

Film von Jan Schmitt

700 Arbeiter, die seit über 20 Jahren damit beschäftigt sind, atomare Altlasten zu beseitigen, Tag für Tag, Schraube für Schraube: So sieht sie aus, die Realität des deutschen Atomausstiegs. Die Großbaustelle des bereits 1996 stillgelegten Atomkraftwerks Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern zeigt eindrucksvoll die Mammutaufgabe, vor der Deutschland steht. Wer muss am Ende die Kosten tragen für das Jahrhundertprojekt Atomausstieg? Auf insgesamt 170 Milliarden Euro sollen sie sich allein bis zum Ende dieses Jahrhunderts belaufen - nach offizieller Schätzung. Die Recherchen von Jan Schmitt zeigen jedoch: Es wird wohl deutlich teurer werden, zulasten der Steuerzahler. Die Reportage führt an Orte, an dem die Altlasten der Atomenergie besonders gut sichtbar werden. Und sie führt vor Augen, wie eng Politik und Konzerne beim Atomausstieg zusammen gearbeitet haben und wie ihnen von Regierungspolitikern der Boden bereitet wurde für milliardenschwere Schadenersatzklagen. Die exklusiven Recherchen enthüllen eine in der Geschichte der Republik beispiellose Kungelei auf Kosten der Allgemeinheit.

 

Montag, 1. August 2016, 21:45 Uhr

Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche (SWR)

Film von Claudia Butter und Achim Reinhardt

Die Windkraft ist aktuell eines der emotionalsten Streitthemen: politisch forciert, finanziell stark gefördert, getragen von weitreichenden ökonomischen und ökologischen Erwartungen - und zugleich mit großen Ängsten besetzt. Für die einen bedeutet Windkraft saubere Energie, die Atomkraft und Kohle ersetzen und unser Klima retten soll, für die anderen steht sie für Profitinteressen und für die Zerstörung von Naturlandschaften.

Fast 26.000 Windräder gibt es  in Deutschland. Klimaschützer und Windbranche freuen sich über den Boom. Anwohner klagen über die Zerstörung der Landschaft, über Gefahren für die Tierwelt, über Licht- und Schallimmissionen. Kommunen sehen in der Windkraft finanzielle Vorteile, Landbesitzer freuen sich über Pachteinnahmen, Anleger hoffen auf Rendite. In ihrer Reportage untersuchen die Autoren Claudia Butter und Achim Reinhardt die Frontlinien des "Kampfs um die Windräder" und werfen ein Schlaglicht auf die aktuelle politische Debatte.

Stand: Tue Jun 28 15:00:00 CEST 2016 Uhr

Darstellung: