"Stiftung Warentest" zu TV-Mediatheken: Klarstellung der ARD

Die ARD Mediathek auf unterschiedlichen Geräten. | Bildquelle: ARD

ARD-Pressemeldung

"Stiftung Warentest" zu TV-Mediatheken: Klarstellung der ARD

Die ARD widerspricht dem Eindruck, den die "Stiftung Warentest" in ihrer aktuellen Bewertung der TV-Mediatheken unter der Überschrift "Den Zuschauer im Blick" erweckt. Durch die Bebilderung des Artikels ausschließlich mit der ARD Mediathek und den Text "Das Ende der Unschuld" sowie "Niemand sieht, was ich sehe – mit dieser Anonymität ist es vorbei" wird suggeriert, dass öffentlich-rechtliche Angebote via HbbTV oder App das konkrete Nutzungsverhalten eines identifizierbaren Zuschauers aus- und verwerten würden. Dieser Eindruck ist falsch.

"Stiftung Warentest" widerspricht sich selbst

Die "Stiftung Warentest" widerspricht sich auch selbst, wenn sie im folgenden Text schreibt: "Daten mit direktem Rückschluss auf konkrete Personen fanden wir aber nicht" und: "Zum Spion ist der schlaue Fernseher nicht mutiert. Personenbezogene Daten sendet er nicht ins Internet."

Keine Rückschlüsse auf einzelne Nutzer möglich

Tatsächlich erfasst und überträgt der Webanalyseanbieter der im Artikel genannten App der ARD Mediathek keine Geräte-ID und anonymisiert zudem IP-Adressen. So lassen sich keinerlei Rückschlüsse auf einzelne, identifizierbare Nutzer ziehen. Die Daten werden lediglich für eine anonyme Statistik zusammengefasst, um beispielsweise die Reichweite bestimmter Sendungen wie etwa den "Tatort" zu ermitteln. Selbst diese Datenverarbeitung kann über die sogenannte "Opt-Out"-Funktion von jedem einzelnen Nutzer selbst vollständig abgeschaltet werden.

Gesamturteil der "Stiftung Warentest" ist nicht nachvollziehbar

Moderne Webanalyse-Verfahren werden standardmäßig eingesetzt und müssen den Anforderung der strengen deutschen und europäischen Datenschutzbestimmungen entsprechen. Solch anonymisierte Nutzungsstatistiken sind datenschutzrechtlich unbedenklich und werden im Übrigen auch von der "Stiftung Warentest" erstellt, wohl um zu erfahren, was die Leser besonders interessiert hat.

Wie die "Stiftung Warentest" zu ihrem Gesamturteil kommt, ist nicht nachvollziehbar, zumal der Artikel nicht konkret benennt, was bei den jeweiligen Angeboten im Einzelnen kritisiert wird. Gleichwohl nehmen wir die Veröffentlichung zum Anlass, um uns mit der "Stiftung Warentest" über die Kriterien ihrer Bewertung auszutauschen.

Stand: Thu Jun 28 13:15:00 CEST 2018 Uhr

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