Vom Umgang mit Zahlen

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Zur Sache

Vom Umgang mit Zahlen

Mit Zahlen ist das so eine Sache. Für sich genommen stimmen sie, aber wenn die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist, ergibt sich schnell ein falsches Bild. So auch im Artikel der Financial Times Deutschland (04.08.2011: "Jetzt kracht's").

Darin wird mit Zahlen aus dem 17. KEF-Bericht eine Verdopplung der Telemedienkosten 2009 – 2012 im Vergleich zu den Online-Ausgaben der ARD im Zeitraum 2005 – 2008 vermeintlich belegt. Doch hier steckt mal wieder der Teufel im Detail. Denn was auf den ersten Blick wie eine Verdopplung aussieht, entspricht tatsächlich nicht den Tatsachen.

Die KEF selbst weist in ihrem Bericht darauf hin, dass die Telemedien-Aufwendungen der aktuellen mit den Online-Aufwendungen der zurückliegenden Gebührenperiode strukturell nicht vergleichbar sind. Der Grund: die aktuellen Kosten werden umfassender berechnet als in der Vergangenheit. So werden jetzt z. B. auch weitere anteilige Kosten im Bereich der Redaktionen, der Informationstechnik sowie der Verbreitung berücksichtigt.

Tatsächlich liegt der Anteil der Kosten für die kompletten Telemedienangebote der ARD für die laufende Gebührenperiode bei durchschnittlich 1,75 Prozent des Gesamtbudgets. Und nebenbei bemerkt, stellt die KEF für Telemedienangebote keine separaten Mittel zur Verfügung. Weiterentwicklungen müssen durch Umschichtungen oder Einsparungen finanziert werden.

Stand: Thu Aug 04 16:30:00 CEST 2011 Uhr

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