Hörfunk

Eine junge Frau streckt einem ein Digitalradio-Gerät mit beiden Händen entgegen.. | Bildquelle: SWR / Projektbüro Digitalradio

Hörfunk

Die Radioprogramme der ARD-Landesrundfunkanstalten sind deutliche Spitzenreiter im deutschen Hörfunkmarkt. Knapp 53 Prozent Marktanteil in der aktuellen Messung von Herbst 2017 unterstreichen, wie wichtig den Bundesbürgern die Informations-, Pop-, Jugend- und Kulturprogramme der ARD sind.

Antennenempfang

Für den Empfang von Radio über eine Antenne benötigen Sie ein stationäres oder mobiles Gerät. Je nach Region und Bundesland empfangen Sie unterschiedliche ARD-Angebote. Die heute noch meistverbreitete technische Empfangsart ist die analoge Ultrakurzwelle (UKW). In den letzten Jahren hat sich die neue, digitale Empfangsart über DAB+ (Digital Audio Broadcast) stark entwickelt und auf dem Markt verbreitet. Beim Kauf eines neuen Radios, ob für das Auto oder für den stationären Empfang, sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät auch DAB+ empfangen kann. DAB+ Radios empfangen immer auch UKW. Sogenannte Hybridradios empfangen neben UKW und DAB+ auch Internetradio.

Antennenempfang - Digitalradio (DAB+)

Alle Programme, die innerhalb der Sendegebiete der Landesrundfunkanstalten der ARD verbreitet werden, sind auch über DAB+ zu hören. Zusätzlich zu den öffentlich-rechtlichen sind auch regionale und lokale private Programme empfangbar. Bundesweit  sind neben Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova heute schon neun private Programme auf Sendung. Weitere sollen folgen.

Auch der Ausbau des Sendernetzes für den Empfang von DAB+ wurde stark vorangetrieben. Bereits Ende 2017 konnte man in 92 Prozent der Fläche Deutschlands die Radioprogramme der ARD über DAB+ empfangen. 2018 sollen es 95 Prozent sein. 

DAB+-fähige Geräte gibt es für alle Nutzungssituationen und in allen Preisklassen. DAB+ ermöglicht eine hohe Klangqualität und viele zusätzliche Dienste und Services. Der Empfang ist technisch stabil, rauschfrei und gewährleistet auch mobil exzellenten Empfang. Im Gegensatz zum Internet ermöglicht die terrestrische Verbreitung der Radioprogramme deren anonyme und kostenfreie Nutzung ohne Volumenbegrenzung und funktioniert auch dann, wenn Mobilfunknetze überlastet oder abgeschaltet sind.

Satellitenempfang (DVB-S)

Mit einer digitalen Satellitenanlage und entsprechendem DVB-S-Receiver empfangen Sie bundesweit sämtliche ARD-Hörfunkprogramme in höchster Klangqualität (je nach Ausgabegerät). Das ältere digitale Übertragungsverfahren ADR (Astra Digital Radio) wurde am 30.4.2012 eingestellt.

Digitaler Kabelempfang (DVB-C)

Mit einem digitalen Kabelanschluss und entsprechendem DVB-C-Receiver empfangen Sie bei den meisten Kabelnetzbetreibern ein umfangreiches ARD-Programmangebot in höchster Klangqualität (je nach Ausgabegerät).

Radio über Internet (Webradio oder IPTV)

Zum einen ist es möglich, direkt im Internet-Browser die Webradios und Podcasts der Rundfunkanstalten abzurufen. Zum anderen bieten mittlerweile die meisten Internet-Provider, ähnlich wie die Kabelnetzbetreiber, den Empfang der ARD-Hörfunkprogramme direkt über ihr Leitungsnetz an (IPTV).

Die hybride Strategie der ARD für digitales Radio

Die Zukunft des Radios ist digital. Alle Radioprogramme der ARD sowie die des Deutschlandradios sind über unterschiedliche Wege digital empfangbar. Welche Programme Sie empfangen können, ist abhängig von der Empfangsart und dem Endgerät.

DAB+ als digital-terrestrischer Standard und die Verbreitung von Hörfunk über Internet ergänzen sich dabei – die ARD verfolgt das Ziel, mit seinen Programmen dort zu sein, wo die Hörer sie erwarten und finden. Dazu gehört auch Radiohören über Streamingdienste und Webradio-Aggregatoren oder das Hören von Audioinhalten über Audio- und Mediatheken der ARD und des Deutschlandradio.

Stand: Fri Oct 27 00:00:00 CEST 2017 Uhr

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