Ausgezeichnet

ARD-Schriftzug im "Walk of Fame"-Stern. | Bildquelle: colourbox.de / ARD.de

Ausgezeichnet

Preise und Auszeichnungen für die ARD

Jedes Jahr werden die ARD und die Landesrundfunkanstalten für ihre Fernseh- und Radioproduktionen sowie Neuheiten im Bereich Multimedia mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Die Vielzahl der preisgekrönten Produktionen und Autoren belegt eindrucksvoll den hohen Qualitätsstandard der ARD-Beiträge in unterschiedlichen Themenfeldern. Bei den wichtigen Wettbewerben im Bereich Hörfunk und Hörspiel ist die ARD fast konkurrenzlos und wird für ihre Produktionen regelmäßig mit den bedeutenden Radiopreisen ausgezeichnet.

Grimme-Preis

Zahlreiche Grimme-Preise wurden am 31. März 2017 im Theater der Stadt Marl, dem Sitz des Grimme-Instituts, an die ARD verliehen. Die Auszeichnungen wurden in den vier Kategorien Fiktion, Information und Kultur, Unterhaltung sowie Kinder und Jugend vergeben.

Milliardenbeträge werden hin- und hergeschoben – berechnet über komplizierte mathematische Formeln.. | Bildquelle: ARD

Ein Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion" geht für den Film "Dead Man Working" (HR/ARD Degeto) an Marc Bauder (Regie), Dörte Franke und Khyana el Bitar (Buch), Börres Weiffenbach (Kamera) und Wolfram Koch (Darsteller). Die Jury würdigt einen Ausnahmefilm, der von der Welt der Hochfinanz erzählt, von Milliardensummen, die kaum vorstellbar sind, von Glaspalästen, die von Menschen ohne Eigenschaften bewohnt werden, von Finanzjongleuren, die sich aufschwingen, die Welt zu beherrschen. mehr...

Sara (Lena Urzendowsky) braucht Trost, und Simon Keller (Devid Striesow) nimmt sie mit zu einem Pferdehof.. | Bildquelle: SWR/Andreas Wünschirs

Ein weiterer Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion" geht für den Film "Das weiße Kaninchen" (SWR) an  Michael Proehl und Holger Karsten Schmidt (Buch), Florian Schwarz (Regie), Philipp Sichler (Kamera) sowie Devid Striesow und Lena Urzendowsky (Darstellerin). In dem Fernsehfilm um Cyber-Grooming, um die gezielte Kontaktaufnahme mit Jugendlichen im Netz, das Erschleichen von Vertrauen von Minderjährigen und um sexuelle Interessen, die durch die Anonymität des Netzes ihr Betätigungsfeld finden. mehr...

Nadja (Brigitte Hobmeier) und ihre Mutter Irene (Jutta Hoffmann).. | Bildquelle: BR/Constantin Television GmbH/Alexander Fischerkoesen

Ein weiterer Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion" geht für den Film "Ein Teil von uns" (BR) an Esther Bernstorff (Buch), Nicole Weegmann (Regie) sowie Brigitte Hobmeier und Jutta Hoffmann (Darstellerinnen). In dem außerordentlich realistischen Mutter-Tochter-Drama tritt die obdachlose und psychisch kranke Mutter Irene (Jutta Hoffmann) plötzlich wieder in das Leben ihrer Tochter Nadja (Brigitte Hobmeier). mehr...

Uwe Mundlos (Albrecht Schuch, l.) und Uwe Böhnhardt (Sebastian Urzendowsky, r.). | Bildquelle: WDR/SWR/Stephan Rabold

Ein weiterer Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion" geht für den Film aus der Trilogie "Mitten in Deutschland: NSU": "Die Täter – Heute ist nicht alle Tage" (SWR/ARD Degeto/MDR) an Thomas Wendrich (Buch), Christian Schwochow (Regie), Frank Lamm (Kamera) sowie an die Darsteller Anna Maria Mühe, Albrecht Schuch und Sebastian Urzendowsky. Der Film beleuchtet den rechtsextremen Terror des sogenannten NSU aus den Perspektiven der Täter. "Ein Gewaltakt von Film, der bedingungslos die Wirkungszusammenhänge des deutschen Rechtsradikalismus aufzeigt wie keine Fernsehproduktion zuvor", so die Jury. mehr...

Beate Zschäpe (Anna Maria Mühe) und Uwe Böhnhardt (Sebastian Urzendowsky) besuchen die Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald.. | Bildquelle: SWR/Stephan Rabold

Für das Konzept des Dreiteilers "Mitten in Deutschland: NSU" (SWR/WDR/BR/ARD Degeto/MDR) erhält Gabriela Sperl den Grimme Preis Spezial. Produziert wurde der Mehrteiler von Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television. Zuvor erhielt die Trilogie bereits den Deutschen Fernsehpreis 2017 für den besten Mehrteiler und 2016 den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen für die besten Produzenten. mehr...

Mabel Musa und ihr Team holen Patienten aus den entlegensten Winkeln des Bezirks Bong.. | Bildquelle: SWR/Docdays/Gierstorfer

Für die Dokumentation "Ebola – Das Virus überleben" (SWR/ARTE) erhalten der Filmemacher Carl Gierstorfer und die Produzentin Antje Boehmert den Grimme-Preis "Information und Kultur". Die Jury würdigt die "Bilder der Trauer und des Schmerzes", die eingebettet in eine "stringente, würdige Beschreibung eines gesellschaftlichen Alptraums". mehr...

W. Zienow mit Diensthund beim Training.. | Bildquelle: SWR/Sebastian Bäumler

Ein weiterer Preis in der Kategorie "Information und Kultur" geht an Lena Leonhardt (Buch und Regie) für ihren Film "Hundesoldaten" (SWR), der in der Reihe "Junger Dokumentarfilm" lief.  Lena Leonhardt begleitet mit der Kamera eine Gruppe von Diensthunden von der Geburt bis zum Ende ihrer Ausbildung. Die Jury begründet die Preisauswahl: "‘Hundesoldaten‘ ist intelligentes, auch heiteres dokumentarisches Fernsehen, das Erlebnisräume öffnet, Deutungen anbietet, den Zuschauer aber in keiner Sekunde bevormundet". mehr...

Wo die Familie ein Dach über dem Kopf finden wird, weiß sie noch nicht.. | Bildquelle: NDR.de

Ein weiterer Preis in der Kategorie "Information und Kultur" geht an Hauke Wendler (Buch und Regie), für "45 Minuten: Protokoll einer Abschiebung". Hauke Wendler begleitet mit seiner Kamera den nächtlichen Einsatz der sogenannten Zuführkommandos in den Unterkünften der Asylbewerber bis zu ihrer Ankunft im Heimatland. Seiner Dokumentation ist es gelingt es, ein umfassendes Bild von Abschiebungen zu zeigen. Der Film stellt auch die heikle Frage, was die Menschen in ihren Heimatländern erwartet. mehr...

Soldatenfriedhof bei Wjasma: 27 Millionen Sowjetbürger starben im "Großen Vaterländischen Krieg".. | Bildquelle: RBB/Oleg Stinski

Ein weiterer Preis in der Kategorie "Information und Kultur" geht an Artem Demenok und Andreas Christoph Schmidt (Buch und Regie) für ihre Dokumentation "Schatten des Krieges" / Teil 1: "Das sowjetische Erbe", Teil 2: "Das vergessene Verbrechen". Der Film beleuchtet den Zweiten Weltkrieg aus russischer Sicht und erinnert an das Schicksal der Soldaten der Roten Armee, von denen drei Millionen in Kriegsgefangenenlagern der Deutschen Wehrmacht starben. In der Begründung der Jury heißt es: "27 Millionen Bürger der Sowjetunion verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben - eine unvorstellbare Zahl. Doch die russische Sicht auf diesen Krieg ist in Deutschland weitgehend unbekannt". mehr...

Bundeswehrsoldaten schulen bei Erbil kurdische Peschmerga.. | Bildquelle: SWR

Ein Grimme-Preis in der Kategorie "Information und Kultur – Besondere journalistische Leistung" geht an die "Die Story im Ersten: Im Nebel des Krieges – An den Frontlinien zum Islamischen Staat". Preisträger Ashwin Raman reiste im Sommer 2015 sechs Wochen lang auf eigene Faust durch das Grenzgebiet zwischen Syrien, Irak und Kurdistan. Die Grimme-Jury würdigt Raman als einen "Reporter ganz besonderer Art", der „in einer Situation, wo sich kaum noch Reporter in den umkämpften Regionen aufhalten“ zeigen will, "wie sich der Krieg anfühlt, wie Menschen darin leben und was wir darüber wissen sollten." mehr...

Lutwi lebt in der Dortmunder Nordstadt. | Bildquelle: WDR/Astrid Piethan

Jürgen Brügger und Jörg Haaßengier (Buch und Regie) sowie Emanuela Penev (Redaktion) erhalten den Grimme-Preis in der Kategorie "Kinder & Jugend" für die Geschichte von Lutwi aus der Dortmunder Nordstadt. Lutwis Familie stammt aus dem Kosovo und ist von der Abschiebung bedroht. Wie geht der Zwölfjährige damit um? Der Zuschauer erlebt Lutwis Alltag - zwischen enormer Belastung und kindlicher Leichtigkeit - konsequent aus der Perspektive des Jungen. Der Film ist Teil des crossmedialen Projektes "Nordstadtkinder", das die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen aus der Dortmunder Nordstadt dokumentarisch aufarbeitet.

Mira (Vita Tepel). | Bildquelle: Radio Bremen/MDR/funk/ Tui Lohf

Ein weiterer Grimme-Preis in der Kategorie "Kinder & Jugend" geht an die Produzenten Marc Schießer (Buch, Regie und Produktion), Marcel Becker-Neu und Christina Ann Zalamea (Buch und Produktion) für die crossmediale Mystery-Serie "Wishlist" (RB/MDR/funk). Im Zentrum der Handlung steht die App "Wish". Sie kann alle Wünsche erfüllen. Doch im Gegenzug fordert sie immer, eine Aufgabe zu erfüllen. Die Jury kommt zu dem Urteil: "… eine stimmungsvolle, atmosphärisch dichte Serie mit herausragendem Sounddesign. … Wishlist ist leidenschaftlich, spannend, hervorragend produziert und originell – davon wünscht sich die Jury definitiv mehr." mehr...

Emmy Award

Bei den 44. International Emmy Awards für ausländische TV-Produktionen wurden am 21. November 2016 in New York auch zwei ARD-Produktionen ausgezeichnet. Die International Academy of Television Arts & Sciences kürt mit dem Award alljährlich die besten, außerhalb der USA produzierten und ausgestrahlten Fernsehsendungen.

Auf der Suche nach der Wahrheit kreuzen sich Elkes (Christiane Paul) Wege mit denen des BKA-Beamten Heinrich Buch (Heino Ferch).. | Bildquelle: WDR/Nik Konietzny

Als beste Hauptdarstellerin wurde Christiane Paul für ihre Darstellung in dem Fernsehfilm "Unterm Radar" (DER/ARD Degeto) mit dem International Emmy Award ausgezeichnet und setzte sich damit gegen starke internationale Konkurrenz durch. Darin spielt Paul eine Richterin, deren Leben durcheinander gewirbelt wird, als ihre Tochter der Beteiligung an einem Bombenanschlag in Berlin verdächtigt wird. mehr...

Rafed Ahmed Alwan, auch bekannt als "Curveball". | Bildquelle: SWR/Julia Schlingmann

Die deutsche Produktion "Krieg der Lügen – Curveball und der Irakkrieg" (SWR/BR) wurde zum besten Dokumentarfilm gekürt. Der Film von Regisseur Matthias Bittner entstand als Abschlusswerk an der Filmakademie Baden-Württemberg und beleuchtet die Vorgeschichte des Irakkriegs 2003. Er porträtiert den irakischen Chemieingenieur, der ausländischen Geheimdiensten falsche Informationen über vermeintliche Biowaffen und geheime Anlagen geliefert hatte. mehr...

Robert-Geisendörfer-Preis

Die Evangelische Kirche zeichnete am 19. September 2016 vier ARD-Produktionen mit dem Robert-Geisendörfer-Preis aus. Diese Auszeichnung wird an Hörfunk- und Fernsehsendungen verliehen,  "die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, die zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter und zum guten Miteinander von einzelnen, Gruppen und Völkern beitragen, die die christliche Orientierung vertiefen und einen Beitrag zur Überwindung von Gewalt leisten."

Ein Preis geht  an Christian Hinkelmann und Sharon Welzel (Autoren) für ihren Beitrag  "Auschwitz-Stolpersteine. Stolpern gegen das Vergessen" (NDR). Das Radioprogramm für junge Hörerinnen und Hörer lässt Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz zu Wort kommen. Erlebnisberichte, die eine Woche lang wie Stolpersteine ins Programm gerollt wurden und Gelegenheit boten, sich mit dem Holocaust auseinanderzusetzen. Für das Projekt wurde über Monate in den Schallarchiven der ARD recherchiert. mehr...

Martin Brambach, Sprecher in dem Hörspiel "Illegale Helfer". | Bildquelle: WDR/Sibylle Anneck

Ein Preis geht  Maxi Obexer (Buch) und Martin Zylka (Regie) für das Hörspiel "Illegale Helfer" (WDR). Gewissensentscheidungen können auch in einem Rechtsstaat dazu führen, dass der Einzelne mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Das Hörspiel fordert zum Nachdenken darüber auf, was Mitmenschlichkeit ist und welche Konsequenzen sie haben kann. Ein wichtiges Stück zur richtigen Zeit, das grundlegende moralische Fragen aufwirft. mehr...

Abdel-hanan Alo aus Syrien. | Bildquelle: NDR

Ein Preis geht an Daniela Raskito und Sven Hille (Buch und Regie) für  die Reihe im NDR Fernsehen  "#EinMomentDerBleibt. Wenn Flüchtlinge erzählen" (NDR). Es sind Nahaufnahmen der besonderen Art, Flüchtlinge erzählen von ihrem Leben – vor ihrer Flucht, von ihrer Flucht, davon, was sie erlebt und erlitten haben. Mit radikaler und konsequenter filmischer Reduktion gelingt ein eindringlicher Appell, dass jeder Mensch zählt und seine Rechte nicht verhandelbar sind. mehr...

Autorin Julia Albrecht und Matthias Albrecht im Gespräch. | Bildquelle: PHOENIX/WDR/zero one film

Ein Preis geht an Julia Albrecht und Dagmar Gallenmüller (Buch und Regie) für den Dokumentarfilm "Die Folgen der Tat" (WDR). Der Dokumentarfilm ist eine persönliche Aufarbeitung der Beteiligung von Susanne Albrecht an dem RAF-Attentat an Jürgen Ponto. Ein kluger Interviewfilm, der sich mit analytischer Distanz und familiärer Intimität der heillosen Geschichte nähert. Und ein Film über das Schweigen, und damit ein umso wichtigeres Statement. mehr...

Stand: Mon Apr 24 00:00:00 CEST 2017 Uhr

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