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Nachtprogramm

In der ARD primär Bezeichnung für gemeinsame Hörfunkangebote – »ARD-PopNacht«, »ARD-Nachtkonzert«, »ARD-Hitnacht« und »ARD-Infonacht« –, die jeweils federführend von einzelnen Landesrundfunkanstalten produziert und nach Bedarf während der Nacht an die eigenen Programmangebote »angehängt« werden.

Die Anfänge dieser Nachtversorgung gehen bis in die frühen 50er Jahre zurück, als zunächst einzelne ARD-Mitglieder wie RIAS Berlin und SDR Nachtsendungen brachten. Dann entstand – nach verschiedenen Zwischenstadien – Mitte 1959 das erste reguläre Gemeinschaftsangebot, die »Musik bis zum frühen Morgen« von 0.05 bis 5.50 Uhr. Ziel war damals, ein Gegengewicht zu entsprechenden Angeboten aus der DDR zu schaffen.

Heute gibt es neben Programmen, die mit Hilfe der ARD-Angebote rund um die Uhr senden, auch etliche mit eigenen Nachtsendungen. Im Fernsehen wurde die »Nachtlücke« Mitte der 90er Jahre sowohl im Ersten Programm der ARD als auch in den Dritten Fernsehprogrammen geschlossen, u. a. mit Wiederholungen aus dem Tagesprogramm.

Als Nachtprogramme firmierten Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre auch anspruchsvolle Angebote für »den aufmerksamen Hörer«, aus denen später »Dritte Programme« und Kulturkanäle hervorgingen.

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