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Erstes Deutsches Fernsehen

Logo Erstes Deutsches Fernsehen. | Bildquelle: Das Erste

seit 1. 11. 1954 nationales Gemeinschaftsprogramm der ARD, zusammengesetzt aus Gemeinschaftssendungen und Anstaltsbeiträgen der Landesrundfunkanstalten, bis 30. 9. 1984 unter dem Titel Deutsches Fernsehen, seit 1996 auch Das Erste.

Heute ist Das Erste ein Vollprogramm rund um die Uhr; terrestrisch ausgestrahlt über ein bundesweites, digitales Sendernetz der Landesrundfunkanstalten mit fast 600 Sendern im DVB-T-Verfahren (Digital Video Broadcasting), zusätzlich analog und digital verbreitet in Kabelnetzen, digital über das ASTRA-Satellitensystem sowie online als Livestream durchgängig und in optimaler Bildqualität.

Damit ist das Programm praktisch in jedem der rund 38 Mio Fernsehhaushalte (Deutsche und EU-Bürger in der BRD) in Deutschland präsent, tatsächlich wird es täglich von fast 40 Prozent der Bundes- und EU-Bürger in Deutschland eingeschaltet.

Das Erste kam 2016 auf einen Marktanteil von 12,1 Prozent, das ZDF war mit 13,0 Prozent das meist gesehene TV-Programm in Deutschland. Die Dritten der ARD erreichten zusammengenommen 12,1 Prozent Marktanteil.

Programm

Das Erste der ARD ist ein umfassendes Fernsehangebot für alle Zuschauer. Es reicht von regelmäßigen Nachrichten – mehr als ein Dutzend »Tagesschau«-Ausgaben pro Tag sowie die »Tagesthemen« – und Sportsendungen (»Sportschau« und »Sportschau live«) bis zur großen Samstagabendshow, von kritischen Magazinen bis zu unterhaltsamen Serien, von Kultursendungen am Sonntag über Fernsehfilme am Mittwoch bis zu Spielfilmen am Freitag, vom Familienprogramm bis zu kirchlichen und Musiksendungen. Das Programm umfasste zunächst nur zwei Stunden am Abend, dann auch Nachmittagssendungen.

Ende der 1950er Jahre kam das Vorabendprogramm hinzu, Anfang der 1960er das Vormittagsprogramm. Die so genannte Mittagslücke wurde 1989 geschlossen (»ARD-Mittagsmagazin«), seit 1993 gibt es das Frühinformationsprogramm »ARD-Morgenmagazin« und seit 1995 das »Nachtmagazin«. Seit 1. 1. 1995 sendet Das Erste rund um die Uhr.

1998 wurde die mittägliche Serviceleiste »ARD-Buffet« eingerichtet, seit 2012 mit einer Sendezeit von 100 Minuten. Anfang 2006 wurden im Zuge einer Neustrukturierung des Abendprogramms die »Tagesthemen« von 22.30 auf 22.15 Uhr vorverlegt und die politischen Magazine von 45 auf 30 Minuten verkürzt. Die jüngste Strukturreform wurde Ende August 2011 mit der Platzierung von u. a. fünf Gesprächsformaten und dem einheitlichen Beginn der »Tagesthemen« montags bis donnerstags um 22.15 Uhr umgesetzt.

Rechtsgrundlagen/Organisation

Die Einführung des Ersten Programms entsprang allein der Eigeninitiative der ARD. 1959 wurden die Landesrundfunkanstalten durch sämtliche Bundesländer staatsvertraglich zur Veranstaltung dieses Fernsehprogramms verpflichtet. Diese Verpflichtung besteht fort, derzeit festgeschrieben im ARD-Staatsvertrag (Rundfunkstaatsvertrag). Dort und in dem 1953 abgeschlossenen und seither mehrfach den aktuellen Verhältnissen angepassten Fernsehvertrag der Landesrundfunkanstalten sind die Organisation des Programms und die Pflichtquoten für die Zulieferungen der beteiligten Anstalten geregelt.

Organisatorische Zentrale ist schon seit den 50er Jahren die Programmdirektion (Erstes) Deutsches Fernsehen in München. Seit der Gründung des ZDF gibt es staatsvertragliche Vorgaben für die Koordination bzw. Abstimmung des Programmschemas in der Hauptsendezeit am Abend mit dem Schema des ZDF-Hauptprogramms, die fast drei Jahrzehnte lang in so genannte Koordinierungsvereinbarungen zwischen ARD und ZDF umgesetzt wurden.

Programm-Marketing Das Erste

Seit 1995 bündelt die heutige Hauptabteilung Kommunikation in der Münchner Programmdirektion die Marketing-Aktivitäten für »Das Erste«. Die Aufgaben reichen von klassischer Werbung und Pressearbeit über Event-Marketing bis zur Präsentation des Vorabendprogramms für Werbekunden. Seit 1996 gehören auch das ARD-Design und eine eigene Online-Redaktion (DasErste.de) zur Hauptabteilung Kommunikation.

ARD-Zuschauerredaktion

Als Anlaufstelle für schriftliche und telefonische Anfragen zum Programm des Ersten Deutschen Fernsehens gibt es in der Programmdirektion eine eigene Zuschauerredaktion, die Anregungen und Kritik entgegennimmt, weiterführende Informationen liefert und Hinweise zum Bezug von Videos und Manuskripten gibt.

»Tagesschau«  Linda Zervakis. | Bildquelle: NDR/Dirk Uhlenbrock

»Tagesschau«

Seit 2013 ist Linda Zervakis Sprecherin der 20.00-Uhr-»Tagesschau«

»Tagesschau«  Linda Zervakis. | Bildquelle: NDR/Dirk Uhlenbrock
»Bericht aus Berlin« mit Tina Hassel. | Bildquelle: ARD-Hauptstadtstudio/Thomas Kierok
Frank Plasberg, Sandra Maischberger, Günther Jauch, Anne Will und Reinhold Beckmann. | Bildquelle: © ARD/Marco Grob
Familie Beimer beim Frühstück . | Bildquelle: WDR
»Schloss Einstein«, Cast der 16.Staffel. | Bildquelle: © MDR/Anke Neugebauer
NDR-»Tatort« Willkommen in Hamburg, am 10.03.2013 im Ersten. | Bildquelle: NDR/Marion von der Mehden
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