Deutsche Welle (DW)

Deutsche Welle (DW)

DW-Logo. | Bildquelle: DW

Seit 1960/62 Auslandsrundfunkanstalt der Bundesrepublik Deutschland, seit 1962 Mitglied der ARD. Sitz: Bonn – bis 2003 Köln – und Berlin.

Vorläufer

1929 bis 1933 ein nicht selbständiger Weltrundfunk-Kurzwellensender der Reichspost; 1933 bis 1945 der vom Propagandaministerium gesteuerte Deutsche Kurzwellensender; 1953 bis 1961 die gemeinsam von den ARD-Anstalten getragene Deutsche Welle.

Rechtsgrundlagen

das Gesetz über die Rundfunkanstalt des Bundesrechts »Deutsche Welle« vom 16. 12. 1997 in der Fassung vom 15. 12. 2004.

Aufgabe der DW ist danach, »für das Ausland Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen) und Telemedien« anzubieten«. Ihre Angebote »sollen Deutschland als europäisch gewachsene Kulturnation und freiheitlich verfassten demokratischen Rechtsstaat verständlich machen. Sie sollen deutschen und anderen Sichtweisen zu wesentlichen Themen vor allem der Politik, Kultur und Wirtschaft sowohl in Europa wie in anderen Kontinenten ein Forum geben mit dem Ziel, das Verständnis und den Austausch der Kulturen und Völker zu fördern.«

Darüber hinaus stellt das Deutsche-Welle-Gesetz weitere Programmgrundsätze auf.

Programme

Die DW präsentiert ihrem weltweiten Publikum ein multimediales Angebot – mit weltweit fünf TV-Programmen: DW in Englisch, DW (Amerika) in Deutsch und Englisch, DW (Deutsch) für Asien und Europa, DW (Lateinamerika) in Spanisch sowie DW (Arabia) in Arabisch und Informationsangebote in 30 Sprachen in Radio/Audio und/oder im Internet unter www.dw.com.

Organisation

Wichtigstes Aufsichtsgremium ist der Rundfunkrat, der die Interessen der Allgemeinheit vertritt. Er besteht aus 17 Mitgliedern: je zwei vom Bundestag und vom Bundesrat gewählten, drei von der Bundesregierung benannten und zehn Mitgliedern, die ein festgelegter Kreis von Gruppen und Organisationen benennt.

Das zweite Gremium, der Verwaltungsrat, überwacht die Geschäftsführung des Intendanten »außerhalb der Programmgestaltung«. Es hat sieben Mitglieder, vier davon gewählt vom Rundfunkrat, je eines benannt von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung.

Allein verantwortlich für die Programmgestaltung und den gesamten Betrieb der Anstalt ist ein vom Rundfunkrat auf jeweils sechs Jahre gewählter Intendant. Zur Führungsspitze der DW gehören weiter eine Programmdirektorin, eine Verwaltungsdirektorin und ein Direktor Distribution und Technik. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Jahr 2015 betrug 1.399.

Finanzen

Die DW wird aus Steuermitteln des Bundes finanziert. Der Jahresetat betrug 2015 320,9 Mio Euro.

Infrastruktur

Funkhaus in Bonn, zwei weitere Standorte in Berlin sowie Studios für Hörfunk und Fernsehen in Brüssel, Moskau und Washington. Für die Verbreitung ihrer Programme nutzt die DW terrestrische Sender, hauptsächlich KW-Sender, Satelliten und das Internet sowie eine Relaisstation in Kigali (Afrika). Im übrigen ist die DW auf Verbreitungskapazitäten der Telekom bzw. anderer Satellitenunternehmen angewiesen oder mietet im Ausland Sender an. In aller Welt hat die DW Partnerstationen, insgesamt rund 4. 500, die TV- und Audio-Angebote ganz oder teilweise übernehmen und wiederausstrahlen (Rebroadcasting). Außerdem liefert die DW TransTel jährlich mehrere hundert Programmstunden in vielen Sprachen an Partnerstationen im Ausland.

Peter Limbourg, seit 1. Oktober 2013 Intendant der DW. | Bildquelle: DW/M. Magunia

Peter Limbourg, seit 1. Oktober 2013 Intendant der Deutschen Welle

Peter Limbourg, seit 1. Oktober 2013 Intendant der DW. | Bildquelle: DW/M. Magunia
Berliner Funkhaus. | Bildquelle: DW
Bonner Funkhaus. | Bildquelle: DW
Brend Goff und Meggin Leigh, Moderatoren DW-TV Journal Englisch.. | Bildquelle: DW
DW-Regie. | Bildquelle: DW/M. Müller
DW: Spanisch-Redaktion: Andrés Blumenkranz. | Bildquelle: DW/J. Röhl
DW-Börsenreporter Conrad Pohl. | Bildquelle: DW
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