Rundfunkrat

Rundfunkrat

Bei sämtlichen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland – beim ZDF unter dem Titel Fernsehrat, beim Deutschlandradio unter dem Titel Hörfunkrat – die Vertretung der Allgemeinheit und das höchste, mit der Programmkontrolle beauftragte Aufsichtsgremium, das allein, auf Vorschlag des Verwaltungsrats oder in gemeinsamer Sitzung mit diesem die personelle Leitung der Anstalt, Intendant oder Direktorium, bestimmt.

Die Größe des Gremiums ist sehr unterschiedlich festgelegt, die Bandbreite reicht von derzeit 26 Mitgliedern bei Radio Bremen bis zu 74 Mitgliedern beim SWR. Die Besetzungsmodi und das Spektrum der bei der Besetzung berücksichtigten Organisationen, Gruppen und Verbände variieren gleichfalls. Überwiegend sind die Entsendungsberechtigten im jeweiligen Rundfunkgesetz einzeln aufgeführt und bei Mehr-Länder-Anstalten proportional auf die beteiligten Länder verteilt.

Bei NDR und SWR werden zudem Teilgremien für die einzelnen Länder gebildet (Landesrundfunkrat), beim MDR Landesgruppen. Generell vorgesehen sind Rundfunkratsmitglieder der beiden großen Konfessionen, der jüdischen Kultusgemeinden, der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Parlaments- oder in jüngerer Zeit eher Parteienvertreter sowie Regierungsvertreter. Die Amtszeit der Rundfunkräte beträgt zumeist vier, fünf oder sechs Jahre.

M;DR-Rundfunkratssitzung. | Bildquelle: MDR/Daniela Höhn

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