Videotext

Videotext

in Großbritannien entwickeltes Verfahren, um in der Austastlücke des Fernsehbilds unsichtbar Daten zu übertragen, die beim Empfänger – den Einsatz eines entsprechenden Decoders vorausgesetzt – in Form von Grafiken und Texten auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden können, statt des laufenden Fernsehbildes oder über dieses geblendet. Videotext wird im Rundfunkstaatsvertrag entsprechend der einschlägigen DIN-Norm als Fernsehtext bezeichnet und eindeutig unter den Rundfunkbegriff subsumiert. Videotext wurde in der Bundesrepublik seit dem 1. 6. 1980 zunächst im Rahmen eines mehrjährigen Feldversuchs von ARD und ZDF angeboten. Vom 1. 1. 1990 bis 31. 12. 1999 haben ARD und ZDF einen gemeinsamen Videotext im Regelbetrieb ausgestrahlt. Neben diesen bundesweit über die erste und zweite Senderkette verbreiteten Videotext traten ab 1983 regionale Angebote der Landesrundfunkanstalten über die jeweiligen dritten Senderketten: Bayerntext, BerlinText (späterRBBtext Berlin), hr-text, MDR-Text, NDR Text, ORBtext (später RBBtext Brandenburg), Saartext, SWR Text und WDR-Text. Auch die Satellitenprogramme 3sat (3satText), ARTE (ARTE-Teletext), KI.KA (KiKa-Text) und PHOENIX (PHOENIX-Text) verfügen über eigene Videotext-Dienste. Ende 1999 trennten sich die Wege von ARD und ZDF. Seit dem 1. 1. 2000 bietet die ARD ihren eigenen Dienst an, den ARD-Text. Aus RBBtext Berlin und RBBtext Brandenburg entstand Ende Februar 2004 rbb Text.

Seite 100 ARD Text vom 18.11.2010. | Bildquelle: ARD

Seite 100 ARD Text vom 18.11.2010

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