Rundfunkbeitrag

Bildmotiv "Familie" für Rundfunkbeitrag. | Bildquelle: SWR

Rundfunkbeitrag

Am 1. Januar 2013 wurde die bisherige Rundfunkgebühr durch den Rundfunkbeitrag abgelöst. Wer wie viele Geräte zu welchem Zweck bereit hält, spielt seither keine Rolle mehr - es gilt dann für alle Bürger: eine Wohnung - ein Beitrag! Aufgrund des Erfolgs des Beitragsmodells konnte der Rundfunkbeitrag am 01. April 2015 erstmals in der Geschichte der Rundfunkfinanzierung gesenkt werden: Von 17,98 auf 17,50 Euro pro Monat. Hierauf hatten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer im Jahr 2014 verständigt.

Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurde auf gesetzlicher Grundlage von der geräteabhängigen Rundfunkgebühr auf den geräteunabhängigen Rundfunkbeitrag umgestellt. Seit dem 1. Januar 2013 gilt für Bürgerinnen und Bürger die einfache Regel: eine Wohnung – ein Beitrag! Wie viele Personen in einer Wohnung leben und wer seit wann welche Geräte zu welchem Zweck bereithält, ist seither nicht mehr von Interesse.

Für die meisten Bürger hat sich durch den Rundfunkbeitrag nichts geändert

Für die meisten Bürgerinnen und Bürger hat sich durch die Umstellung auf den Rundfunkbeitrag finanziell nichts geändert: 90 Prozent zahlen genauso viel wie bisher oder weniger. Der Rundfunkbeitrag kommt besonders Familien, Wohngemeinschaften oder nichtehelichen Lebensgemeinschaften zugute, die früher mehrfach Rundfunkgebühren bezahlt haben. Rund 1,5 Millionen Menschen profitieren davon.

Der Rundfunkbeitrag deckt die privaten Autos aller Bewohner mit ab. Gartenlauben in Kleingartenanlagen, die nicht zum dauerhaften Wohnen geeignet sind, sind nicht beitragspflichtig. Für eine Zweitwohnung ist allerdings ein eigener Rundfunkbeitrag zu zahlen.

Entlastung für bestimmte Personengruppen

Durch den Rundfunkbeitrag werden einzelne Personengruppen entlastet: Sie können auf Antrag einen ermäßigten Beitrag zahlen oder sich vollständig befreien lassen:

  • Ob Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder BAföG: Wer bestimmte staatliche Sozialleistungen bezieht, kann sich auf Antrag vom Rundfunkbeitrag befreien lassen.
  • Menschen mit Behinderung, denen das Merkzeichen „RF” im Schwerbehindertenausweis zuerkannt wurde, beteiligen sich mit einem reduzierten Beitrag an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Sie zahlen ein Drittel des Beitrags – 5,83 Euro pro Monat.
  • Taubblinde Menschen können sich wie bisher auf Antrag ganz befreien lassen.

Beitragsberechnung für Unternehmen und Institutionen

Der Beitrag von Unternehmen und Institutionen richtet sich künftig nach der Zahl der Betriebsstätten, Beschäftigten und Kraftfahrzeuge. So zahlt z.B. ein Unternehmen mit einer Betriebsstätte und bis zu acht Beschäftigen sowie einem Kraftfahrzeug nur noch 5,83 Euro monatlich. Nachfragen nach der Anzahl der vorgehaltenen Geräte werden somit auch dort ein Ende haben.

Internetangebot zum neuen Rundfunkbeitrag

Am 1. Februar 2012 ging die Service-Website www.rundfunkbeitrag.de online. Hier finden sich alle Informationen rund um den Rundfunkbeitrag. Aufbereitet für die unterschiedlichen Zielgruppen bietet die Seite Antworten auf am häufigsten gestellten Fragen, die Kontaktinformationen des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie alle Formulare zum Rundfunkbeitrag.

Stand: Wed Apr 01 00:00:00 CEST 2015 Uhr

Darstellung: