GVK: ARD will Jugend für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gewinnen

Pressemitteilung vom 16.04.2008

GVK: ARD will Jugend für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gewinnen

Angesichts niedriger und zudem sinkender Marktanteile bei der jüngeren Zielgruppe haben die Gremienvorsitzenden die Intendanten gebeten, eine Gesamtstrategie für eine erfolgreiche Ansprache junger Menschen zu entwickeln.

Ein energisches Gegensteuern unter Nutzung der Chancen in der digitalen Welt müsse als vordringliche Querschnittsaufgabe angegangen werden.GVK-Vorsitzender Volker Giersch: "Die Jugendansprache muss in den nächsten Jahren prioritäres Ziel bei der Weiterentwicklung aller ARD-Angebote sein."Dies sei notwendig, damit der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen Funktionsauftrag auch gegenüber der nachwachsenden Generation hinreichend erfüllen könne - eine auch für die Entwicklung der Gesellschaft wichtiges Ziel. Zu begrüßen sei, dass die Intendanten der GVK die Entwicklung einer Gesamtstrategie zur Jugendansprache zugesagt hätten.

Die der GVK vorliegenden Analysen machten deutlich, dass es in der ARD bereits zahlreiche gute Formate, innovative Konzepte und kreative Projekte gebe, die aber zumeist nur punktuell zum Erfolg führten. Eine ARD-Gesamtstrategie zur Ansprache der Jugend sei daher notwendig und Erfolg versprechend. Jetzt gelte es, den wertvollen Pool der Ideen, Erfahrungen und Projekte in der ARD auszuschöpfen und in einer ARD-Gesamtstrategie zusammenzuführen. Diese Strategie müsse medienübergreifend und markenbildend angelegt sein.

Ein wichtiger Bestandteil der Strategie müsse die Entwicklung jugendorientierter Internetangebote sein. Denn die Jugend lege einen hohen Wert auf die spezifischen Möglichkeiten, die das Internet biete, so etwa auf autonome Recherchemöglichkeiten, Interaktivität, zeitsouveräne Nutzung, Podcasts, Chats und Communities.

Die Gremienvorsitzenden appellieren deshalb an den Gesetzgeber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk hier ausreichend Entwicklungsspielraum zu gewähren.

Wichtig für den Erfolg einer Jugendstrategie sei überdies, den Programmmachern ausreichend Spielraum für den Test innovativer Formate einzuräumen, verstärkt Sendungen mit jugendrelevanten Inhalten in das Programm aufzunehmen, den "audience flow" im Umfeld massenattraktiver Sendungen und "cross promotion" innerhalb der ARD-Senderfamilie gezielt zu nutzen, attraktive Bildungsprojekte für junge Leute im Off-Air-Bereich anzubieten und Kooperationen mit Schulen zu vereinbaren. Zu prüfen sei überdies, inwieweit ein bestehendes Programm zu einem Jugendprogramm entwickelt werden kann.

Rückfragen an:ARD-Pressestelle (SR)Funkhaus Halberg66100 SaarbrückenTel: 0681 / 602 2040Fax: 0681 / 602 2049E-Mail: pressestelle@ard.de

Stand: 16.04.2008, 00.00 Uhr

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