ARD reagiert auf Kritik nach WM-Boxkampf

Die Boxer Marco Huck (li) und Firat Arslan. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

ARD Pressemeldung

ARD reagiert auf Kritik nach WM-Boxkampf

Boxer Firat Arslan und sein Trainer Dieter Wittmann beschimpften nach der Punkterichter-Entscheidung im WM-Kampf gegen Marco Huck die ARD als "große Betrüger". Die Reaktion der ARD.

Die Fakten: Die ARD übertrug am Samstag, den 3.11.2012, den Boxkampf zwischen Marco Huck (aus dem Sauerland-Boxstall) gegen Firat Arslan um die WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht. Zwei englische und ein italienischer Punkterichter sahen nach zwölf Runden Huck eindeutig als Sieger. Arslan beurteilte dies direkt nach dem Kampf als klares Fehlurteil und fragte in der Sendung den ARD-Reporter, warum man so eine "Schande" überhaupt zeige. Arslan-Trainer Dieter Wittmann ergänzte: "Dieses Urteil ist eine Schande für die ARD und Sauerland. Ihr seid alle große Betrüger."

Herres: "ARD hat keinerlei Einfluss auf Punktrichter"

Der Programmdirektor von Das Erste, Volker Herres. | Bildquelle: ARD/Thorsten Jander

In einer ersten Stellungnahme stellte Volker Herres als Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen klar: "Bei allen Profi-Sportarten gibt es dann und wann umstrittene Entscheidungen. Die ARD hat keinerlei Einfluss auf die Entscheidung der unabhängigen Punktrichter, die ja einstimmig war. Sollten wir etwa beim nächsten umstrittenen Foul-Elfmeter die Bundesliga nicht mehr übertragen?"

Balkausky: "Im Sport muss man auch verlieren können."

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. | Bildquelle: ARD / Theresa Högner

Axel Balkausky, ARD-Sportkoordinator, stellt heute (5.11.12) noch einmal klar: "Wir achten die Unabhängigkeit von Verbänden und Veranstaltern, über die wir berichten. Wir beschweren uns als ARD ja auch nicht nach einer Schiedsrichter-Fehlentscheidung beim DFB. Wenn es Fehlurteile gibt, und man kann geteilter Meinung sein, ob es bei Huck gegen Arslan eines war, dann werden das unsere Kommentatoren, Moderatoren und Experten ansprechen und bewerten. Wir werden bezüglich umstrittener Urteile keinen Einfluss auf den Sauerland-Boxstall ausüben. Das entzieht sich unserer Möglichkeiten. Das einzige, was wir vom Boxstall fordern, sind offene, spannende Kampfansetzungen. Dabei geht es nicht darum, dass der Sauerland-Boxer gewinnt. Im Sport muss man auch verlieren können."

Stand: 05.11.2012, 13.41 Uhr

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