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Religiöser Glaube vs. Freiheit der Kunst

Oben (v.l.n.r.): Darsteller in "Die Unschuld der Muslime, Papst-Satire in der "Titanic", Salman Rushdie. Unten: Demo gegen Rushdie, Szene aus "Die letzte Versuchung Christi", Mohammed-Karikaturen;, Foto: picture-alliance/dpa/Kombo ARD.de

Chronik eines Dauerkonflikts

Zwischen Kunstschaffenden und Gläubigen kommt es immer wieder zu schweren Kontroversen - zuletzt im Herbst 2012, als ein als islamfeindlich wahrgenommenen Mohammed-Film weltweit zu gewalttätigen Protesten führte. ARD.de zeigt eine Chronik der Konflikte seit Ende der 1980er Jahre und greift die Fragen auf: Darf Kunst religiöse Gefühle verletzen? Gibt es eine Grenze der Kunstfreiheit? Und, wenn ja, wo verläuft sie?

Darsteller im Film "Die Unschuld der Muslime";, Foto: Screenshot

September 2012: "Die Unschuld der Muslime"

Islamfeindlicher Amateurfilm

Ein Low-Budget-Film hat im September 2012 für Aufruhr in der islamischen Welt gesorgt. Darin wird Mohammed als Mörder und Kinderschänder dargestellt. Westliche Botschaften brannten, Menschen starben.

Filmszene aus "Die letzte Versuchung Christi" mit Willem Dafoe (M.) als Jesus;, Foto: picture-alliance/dpa

1988: "Die letzte Versuchung Christi"

Brennende Kinos

1988 kommt der Film "Die letzte Versuchung Christi" des US-Regisseurs Martin Scorsese in die Kinos, der die Gemüter vieler gläubiger Christen erhitzt. In Italien gehen Kinos in Flammen auf.

Einen Monat nach dem umstrittenen "Titanic"-Titel befasste sich das Satireblatt erneut mit dem Papst - diesmal jedoch ohne gelbe und braune Flecken auf der Soutane;, Foto: picture-alliance/dpa

Juli 2012: Vatikan vs. "Titanic"

Streit um "inkontinenten" Papst

Im Juli 2012 veröffentlicht die "Titanic" auf ihren Umschlagseiten ein Bild des damaligen Papsts Benedikt XVI. mit einem gelben und braunen Fleck auf der Soutane. Der Vatikan erwirkte eine Einstweilige Verfügung.

Salman Rushdie, Buchcover "Die Satanischen Verse";, Foto: picture-alliance/dpa/Knaur-Verlag/Kombo ARD.de

1989: Mordaufruf gegen Salman Rushdie

Satanische Verse

1989 verkündet Ayatollah Khomeini: "(...) Der Autor der 'Satanischen Verse', (...) sowie alle, die an der Veröffentlichung beteiligt waren, [sind] zum Tode verurteilt. Ich rufe alle aufrechten Muslime auf, diese Leute sofort hinzurichten."

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