Schauspiel-Legende Klaus Kinski - sein Leben in Bildern | Galerie

Skandal-Schauspieler Klaus Kinski

Kinski in der Wallace-Verfilmung "Das Geheimnis der gelben Narzissen" / Kinski in dem Film "Jesus Christus Erlöser". | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kombo: ARD.de

"Lecken Sie mich am Arsch"

"Wenn man sich richtig doof benimmt, ist es sehr leicht, mich in Wut zu bringen, dass ich endgültig sage, lecken Sie mich am Arsch", sagte Klaus Kinski in einem Interview kurz vor seinem Tod 1991. Wer sich in seinen Augen tatsächlich "doof" benahm, entschied Kinski willkürlich und mit der Entschlossenheit, in Verbalattacken alles kurz und klein zu hauen - meist sehr weit unterhalb der Gürtellinie. Bis heute streiten sich die Geister, ob hinter derartigen Ausfällen Kinskis wahres Ich stand oder eine Rolle, die er spielte. Nach einem seiner Wutanfälle soll er sich an Umstehende mit der Frage gewandt haben: "Wie war ich?" Dabei erweckte zumindest der junge Kinski mit seinem unschuldigen Schmollmund, dem entrückten Himmelfahrtsblick und der hohen Stimme so gar nicht den Eindruck des unberechenbaren Egomanen.

 

Journalisten verachtete er, dennoch nutzte er die Medien, um sich nach seinen genauen Vorstellungen zu inszenieren. Oft schrieb er selbst überschwängliche Kritiken über seine "magische" Schauspielkunst. "Er wollte das letzte Wort über sich und seine öffentliche Wahrnehmung haben", sagt Peter Geyer, Nachlassverwalter und Autor des Buches "Kinski - Vermächtnis".

Kinski in der Wallace-Verfilmung "Das Geheimnis der gelben Narzissen" / Kinski in dem Film "Jesus Christus Erlöser". | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kombo: ARD.de
Klaus Kinski (Mitte) mit seiner Mutter und seinen Geschwistern. | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kombo: ARD.de
Szenen aus "Die Pagode zum fünften Schrecken" (li.) / "Für ein paar Dollar mehr" / "Neues vom Hexer". | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kombo: ARD.de
Klaus Kinski, Tochter Nastassja, Ehefrau Ruth, Mitte der 1960er-Jahre vor ihrer Villa in Rom. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Kinski 1978 in seiner Paraderolle als Graf Dracula in dem Filmklassiker "Nosferatu - Phantom der Nacht" von Werner Herzog. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Kinski mit Moderator Joachim Fuchsberger in der TV-Sendung "Auf los geht's los" im Jahr 1982 . | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Darstellung: